Wein nach Herkunftsbezeichnung D.O. Bullas

Auch wenn es sich um ein altes Weinbaugebiet handelt, so ist Bullas die jüngste der Ursprungsbezeichnungen der Autonomen Gemeinschaft Murcia. Obwohl ihre Weine seit Jahrzehnten mit den dringenden Exporten nach Frankreich verbunden sind, das von der Reblaus befallen war, und mit Korrekturen des Alkoholgehaltes, der Farbe und der Struktur der „hungrigen“ Weine aus anderen Gebieten, so haben sie es dennoch geschafft, mit dieser Tradition zu brechen. Dies verdanken sie den Modernisierungsbemühungen einiger Weinhersteller und Weinbauern, die sich fest der Traube Monastrell verpflichtet haben, die zu ihrem Reifezeitpunkt gelesen wird. Somit erhält man ein geringeres Volumen und einen geringeren Alkoholgehalt und mehr Qualität. Einige Weine haben deshalb bereits nationales und internationales Ansehen und Anerkennung erlangt.

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Conoce D.O. Bullas

Die ersten Anzeichen menschlicher Präsenz und landwirtschaftlicher Aktivität in den Gebieten, die heute die Gemeinde Bullas bilden, gehen auf das Neolithikum vor etwa 5.000 Jahren zurück. Überreste aus dieser Zeit wurden in den Orten Cabezo del Oro, Reclín, El Castellar, Fuente Mula und Pasico Ucenda gefunden.
Während der Römerzeit existierten keine Städte, aber es gab zahlreiche „Villen" oder Landhäuser, die die zahlreichen Quellen in der Gegend nützten, um die Landwirtschaft und den Weinbau zu entwickeln. Reste dieser Bauten wurden in Fuenblanquilla, Fuente Mula, El Romero, Fuente de la Carrasca, La Copa und La Loma gefunden. Doch vor allem ist der Fund von Los Cantos zu erwähnen, der aus dem 1. Jh. n. Chr. stammt und der bis zur Zeit der barbarischen Invasionen, Anfang des 5. Jahrhunderts, erhalten geblieben ist.
Die Villa Los Cantos ist ein Ort für wichtige archäologische Fundstücke gewesen, wie z. B. die Skulptur des berühmten „Niño de las Uvas" (Traubenkind), das ein wichtiges lokales Symbol ist und das einen saisonalen Genius darstellt, in diesem Fall den Herbst.

Die Weintradition von Bullas bezeugen einige Landhäuser und Häuser der Altstadt, die noch kleine Familienbodegas in ihren Kellern bewahren.
Und auch einer Urkunde vom Oktober 1849, mit Daten, die uns das Wissen über die Art und Weise der Weinbergkultivierung und des Herstellungssystems von Weinen näher bringt, was damals eine Lebenseinstellung war.

In Bullas fand die Weinlese spät statt, nie vor den Feiertagen im Oktober. In einigen Jahren gab die Stadtverwaltung sogar das Verbot heraus, die Trauben früher zu lesen. Also wurden die Trauben mit einem hohen Reifegrad gelesen, und folglich mit einem hohen Zuckergehalt, wodurch die Weine einen hohen Alkoholgehalt erlangten.

Die Verarbeitung wurde in privaten Weingütern durchgeführt, die sich entweder im Eigenbesitz befanden oder bei jenen Eigentümern gepachtet wurden, deren Kapazitäten nicht oder nicht voll ausgelastet waren. Da eine große Menge Wein produziert wurde, wurden die Überschüsse an andere Städte in der Region exportiert, vor allem nach Lorca und Totana und sogar in weitere Nachbarprovinzen.
Die eigentliche Ausweitung des Weinbergs erfolgte während der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, aufgrund der Nachfrage nach farbigen und alkoholhaltigen Weinen in ganz Europa. Grund war die Ausbreitung der Reblaus.

In der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts spielte Bullas in dem Markt für Fasswein eine wichtige Rolle. Erst Mitte der 1980er Jahre begannen einige Weingüter damit, in die Technologie zu investieren und zaghaft Qualitätsweine herzustellen. Das war der erste Schritt hin zur Erlangung der Ursprungsbezeichnung.
Im Jahre 1988 wurde das Zentrum für die Landweine von Bullas (Centro Gestor Vinos de la Tierra de Bullas) gegründet. Es war das Ergebnis der branchenübergreifenden Vereinbarung des Weinsektors der Region, die das Einflussgebiet der Bullas-Weine einschließt. Von diesem Zeitpunkt an, und nach intensiver Arbeit, um auf eine sektorenübergreifende Vereinbarung hinzuarbeiten, setzte man offiziell und endgültig auf die Herkunftsbezeichnung Denominación de Origen. Diese wurde schließlich 1994 als die jüngste Denominación de Origen der Autonomen Gemeinschaft Murcia etabliert, auch wenn es sich um ein altes Anbaugebiet handelt.
Es besteht kein Zweifel, dass diese Anerkennung die Winzer dazu bewogen hat, auf eine kontinuierliche Verbesserung der Qualität ihrer Weine zu setzen. Deshalb begannen sie damit, den Weinberg mit einheimischen und ausländischen Rebsorten zu bestocken und mit modernen Techniken, einschließlich Temperaturkontrolle und Gärung in Edelstahl, zu vinifizieren.

Die D.O. Bullas liegt im Südosten von Spanien, im nordwestlichen Gebiet der Region Murcia, zwischen den Gemeinden Cehegín und Mula. Sie verwaltet ca. 2.300 Hektar Rebfläche, die von etwa 700 Winzern bearbeitet wird. 11 Kellereien produzieren Wein.

Klima, Boden und Rebsorten

Die D.O. Bullas liegt zwischen dem Mittelmeer und den Bergen des Landesinneren von Andalusien. Deshalb sind die Sommer sehr heiß, obwohl das Klima in der Regel kühler ist, als in anderen Herkunftsgebieten von Murcia, mit plötzlich aufkommenden eisigem Wind aus den Bergen. Die starken Winde und Fröste treten sporadisch zwischen Oktober und April auf und die Durchschnittstemperatur liegt bei 15,6°C. Sturzartige Regenfälle und Stürme treten, vor allem im September und Oktober, regelmäßig auf.

Das Gelände ist hügelig, mit ansteigender Höhe von Süden nach Norden. Diese Topographie besitzt keine weiten Täler, sondern kleine Täler mit ihrem eigenen Mikroklima. Die Böden auf den Hängen sind braun und so hart, dass sie vor dem Pflanzen der Reben mechanisch geöffnet werden müssen. Sie bestehen aus braunem Kalkstein und Kalksteinkrusten mit niedrigem organischen Gehalt, guter Drainage und hohem Kalkgehalt sowie alluvialen Böden mit stark variierenden Bodeneigenschaften.

Es gibt drei Untergebiete: das Untergebiet Westen und Nordwesten, das die Gemeinden Bullas und Cehegín, Teile der Gemeindebezirke Caravaca, Moratalla und die Hochlandbezirke von Lorca umfasst. Hier wird mehr als 50 % der gesamten Rebfläche angebaut, auf Höhen zwischen 500 und 810 Metern über dem Meeresspiegel und es ist das Gebiet par excellence der D.O. Bullas.
Das Zentrale Untergebiet umfasst die Gemeinden Mula, Bullas und Cehegín. Die Weinberge liegen auf Höhen zwischen 500 und 600 Metern und machen 40 % der gesamten Appellation aus.
Das Untergebiet Nord-Nordost macht nur 8 % der Weinbaufläche aus. Die Weinberge erstrecken sich über die Gemeinden Calasparra, Ricote, Bullas und Mula, auf einer Höhe zwischen 400 und 500 Metern.

Die empfohlenen und erlaubten roten Rebsorten sind Monastrell, Tempranillo, Cabernet Sauvignon, Syrah, Merlot, Garnacha Tinta, Garnacha Tintorera und Petit Verdot. Bei den weißen Rebsorten sind es vor allem Macabeo, Airen, Chardonnay, Malvasía, Moscatel de Alexandria, Moscatel de Grano Menudo und Sauvignon Blanc.
Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass 80 % der Rebfläche mit der roten Monastrell kultiviert wird und die weiße Macabeo ist die wichtigste unter den weißen Rebsorten. Die Monastrell-Traube ist eine rote Rebsorte spanischer Herkunft, deren Lehen im Mittelmeerraum, vorzugsweise in der levantinischen Region, beheimatet ist. Diese Weintraube mit spätem Austrieb, kompakten Trauben und kleinen, runden und süßen Beeren, ist schon im 15. Jahrhundert in Aufzeichnungen zu finden, obwohl angenommen wird, dass sich ihr Anbau auf noch viel frühere Generationen zurückdatieren lässt. Bekannt ist die Rebsorte auch unter den Namen Mataró (möglicherweise, weil ihre Weine vom Hafen der Stadt Mataró verschifft wurden, als diese Sorte im katalanischen Maresme angebaut wurde), Matrassa und Mourvèdre (der Name stammt von der westgotischen Ortsbezeichnung der Stadt Sagunto in Valencia).
In Frankreich wird diese Sorte unter dem Namen Mourvèdre in den Regionen der Côtes-du-Rhône und auch in der Provence angebaut – wo der berühmte Rosé Bandol herstammt – und in Languedoc-Roussillon. Unter dem Namen Mataró wird sie auch in Kalifornien und Australien anerkannt, während sie im Aserbaidschan als Matrassa bekannt ist.
In Spanien wird sie weitgehend in der ganzen Levante angebaut und ist eine dominante Sorte in den D.O.-Regionen Almansa, Valencia, Jumilla, Yecla, Bullas und Alicante. Sie ist aber auch in anderen Gebieten präsent, wie Utiel-Requena, Tarragona, Terra Alta, Conca de Barberá und sogar im Penedés, wo sie für die Herstellung einiger Rosé-Cavas verwendet wird.

Vor kurzem wäre es unmöglich gewesen, auf die Monastrell-Weine zu verweisen, ohne sich dabei mehr an der Kritik zu orientieren, als am Lob. In der Tat ist es kaum zu glauben, dass eine jetzt so edle Rebsorte, beansprucht von den levantinischen Erzeugern, bis vor kurzem einen so schlechten Ruf und eine so traurige und düstere Zukunft hatte. Tatsächlich ist die Monastrell schon immer eine so rentable wie auch unterschätzte Traube gewesen.
Die Traube Monastrell ist dafür bekannt, starke, fleischige und tanninhaltige Weine mit einer intensiven Farbe zu ergeben. Und zweifellos haben diese Eigenschaften ihr dazu verholfen, dass, bis vor kurzem, ihre Weine jahrzehntelang in andere Gebiete Spaniens reisten, und in andere Länder wie Frankreich, wo sie mit anderen, dünneren, blasseren und fragileren Weine verschnitten wurden. Glücklicherweise hat sich dieses düstere Panorama geändert. Heutzutage sind sich viele Winzer bewusst, dass die Monastrell ebenfalls zu den edelsten Rebsorten gehört.

Weine und Weingüter der D.O. Bullas

Bodega Monastrell befindet sich im Aceniche-Tal, zwischen den Gemeinden Cehegín und Bullas, auf einer Höhe von über 850 m über dem Meeresspiegel. Der Weinberg, der sich vollständig im Besitz der Familie befindet, hat eine Anbaufläche von 20 Hektar, gleich neben dem Weingut. Es ist das persönliche Projekt des Ehepaares Alfonso und Mavi, gebürtig aus Bullas und Erben einer langen landwirtschaftlichen Familientradition. Sie kultivieren ihre Weinberge mit Bio-Zertifikat. 100 % ihrer Weine sind Rotweine mit Reifezeit, die in neuen feinporigen Fässern, aus Eiche von Allier-Wäldern und ungarischer Eiche, gelagert werden.

Bodega Tercia de Ulea liegt in Moratalla, ihre Ursprünge gehen bis ins dreizehnte Jahrhundert zurück. Derzeit verfügen sie über 45 Hektar eigene Rebfläche, in den Lagen Ulea, Los Charcos, El Portugués und La Alberquilla, die alle in der Gemeinde Moratalla in Murcia liegen. Sie bereiten 4 Rotweine mit D.O.: den Rambla de Ulea Cosecha, den Viña Botial Crianza, einen 100-%-igen Monastrell mit viermonatiger Reife in 500-Liter-Fässern aus französischer (80 %) und amerikanische Eiche; der Tercia de Ulea Crianza, 70 % Monastrell und 30 % Tempranillo, ein typisch mediterraner Wein, mit großer Persönlichkeit, modernem Stil und herrlichem Ausdruck, mit einer sehr reifen, fast kompottierten Fruchtigkeit, die von würzigen Reifenoten wie Pfeffer und Nelken begleitet wird. Ebenfalls bereiten sie 2 Roséweine; den Rebeldía, aus 80 % Monastrell und 20 % Syrah; den Adivinad, ein halbtrockener Wein aus 70 % Monastrell, 15 % Syrah und 15 % Tempranillo.

Bodegas Contreras wurde in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts von Juan Contreras Corbalán in dem zur Gemeinde Lorca gehörendem Ortsteil Avilés, in der Provinz Murcia, gegründet. Aber erst 2007 baute er ein neues Weingut neben das alte, mit modernster Technologie. Ihre Weinberge befinden sich im Mikroklima von Tierras Altas de Lorca, mit alten Reben von Monastrell und Syrah. Sie bereiten drei verschiedene Weinlinien auf Basis von Syrah und Monastrell: Zhiro, Sortius und Uvio, alle mit Alterung. Die neuste Weinreihe ist Zhiro, ein halbtrockener Rotwein, der kalt getrunken wird, und auf einem Verschnitt von Monastrell und Syrah basiert, mit einem leichten Hauch Kohlensäure. Die Reihe Sortius definiert sortenreine Weine, wo der Fruchtgeschmack und die fruchtigen Aromen und blumigen Eigenschaften überwiegen: Sortius Monastrell, mit 3-4 Monaten im Fass; und Sortius Syrah. Die Uvio-Reihe ist die bedeutendste Weinlinie, genauer gesagt Uvio C, wo das C für „Crianza“ (Reife) steht. Komplexe und anspruchsvolle Weine, mit einem langen Aufenthalt in Fässern, wo rote Früchte und geröstete, geräucherte und würzige Noten miteinander verschmelzen, um so den maximalen Ausdruck zu erzielen.

Standort des D.O. Bullas