Wein nach Herkunftsbezeichnung D.O. Tierra de León

Weine mit Einfluss des Nordens und des Atlantiks

Es handelt sich um eine der neuesten und jüngsten Ursprungsbezeichnungen, die in Spanien eingeführt wurden. Die Besonderheit dieses Landes und der Unterschied zu anderen Weinanbaugebieten Spaniens und der ganzen Welt ist zweifellos die autochthone Rebsorte Prieto Picudo. Diese ergibt neben den klassischen „Madreo"-Weinen der Region – Roséwein mit spritzigen Perlen –, auch junge und gereifte Rotweine von guter Qualität; sehr aromatisch, mit einem langen Abgang und einer natürlichen Säure, die ihnen viel Frische verleiht. Beide widerspiegeln das Land ihrer Herkunft, das Klima, das sie begleitet, und eine Art und Weise, den Wein mit Authentizität und Einzigartigkeit als Wahrzeichen zu verstehen.

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Conoce D.O. Tierra de León

Schon seit der Römerzeit war das Gebiet südlich von Leon ein Durchzugsgebiet für alle Reisenden gewesen, die die beiden großen Routen durch die Produktionsfläche von Tierra de León frequentierten: die Römerstraße Ruta de la Plata und den Jakobsweg. Dieses Gebiet entwickelte sich später zum Weinlieferanten für praktisch die ganze nördliche Zone der Iberischen Halbinsel.

Im zehnten Jahrhundert waren die beiden Wirtschaftsquellen, auf die sich das Gebiet der Produktionsfläche stützte, die Mühlen zur Verarbeitung von Getreide und die Weinberge. Es gab viele Klöster, die die Wiederbelebung des Weinbaus in der Region ermöglichten, indem sie Land für die Kultivierung von Reben erwarben.

Im Mittelalter wurde die Weinrebe als traditionelle Kulturpflanze in der Region eingestuft. Vom 16. bis 19. Jahrhundert wurden die Weinberge der Region weiter ausgebaut, bis 1887, dem Jahr, als die Reblaus in den Weinbergen von Leon erschien. Deren Auswirkungen waren bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts spürbar, bis dann eine Gruppe von Genossenschaften und Weingütern des Gebiets Valdevimbre - Los Oteros - Cea die ersten Schritte zur Gründung eines Berufsverbandes für Weinbauern, Erzeuger und Abfüller einleitete. Das Hauptziel des Verbandes war es, die Herkunftsbezeichnung für ihre Weine zu erlangen.

Aber erst im April 1997 wurden die Statuten des Verbandes bei der Direktion für Arbeit der Junta de Castilla y León hinterlegt, die dann den Weinbauern, Winzern und Abfüllern, die dem Verband „Asociación Vino de la Tierra “Valdevimbre - Los Oteros“ angehörten, das Recht einräumte, die Bezeichnung „Vino de la Tierra“ (Landwein) zu tragen. Da es sich jedoch um ein sehr großes geografisches Gebiet handelt, mit Einfluss durch zwei Flussufer, Esla und Cea, konnten sich die Verbandsmitglieder aus der Zone von Cea nicht mit dem Namen „Valdevimbre - Los Oteros“ identifizieren. Aus diesem Grunde wurde bei der Generalversammlung die Änderung der Statuten einstimmig genehmigt, um eine allgemeinere Bezeichnung zu finden. Im Jahr 2000 regelte das Ministerium für Landwirtschaft und Viehzucht die Verwendung der geografischen Angabe „Vino de la Tierra de Castilla y León" (Landwein von Kastilien und Leon). Diese besagt, dass den Verbänden, die zur Verwendung der Kategorie Qualitätsweine mit geografischer Angabe berechtigt sind, auch der Zugang zur Schutzbezeichnung „Vino con Denominación de Origen“ (Weine mit Ursprungsbezeichnung) sichergestellt wird, und zwar fünf Jahre nachdem ihnen das Recht eingeräumt wurde, den Begriff „Vinos de la Tierra“ (Landweine) zu verwenden. Die heutige D.O. Tierra de León wurde schließlich im Jahr 2007 genehmigt.

Die D.O. Tierra de León liegt im Nordwesten Spaniens, im Südosten der Provinz Leon. Sie umfasst einen Teil der Provinz Valladolid und grenzt an die Provinzen Zamora und Palencia. Derzeit beherbergt die D.O. mehr als 1.300 Hektar Rebfläche, die von etwa 380 Weinbauern bearbeitet wird. 38 Weingüter produzieren Wein. Eine der Charakteristika des Gebietes ist die Existenz von prähistorischen Weinkellern in Höhlen, Ausgrabungen in kleinen Hügeln oder Vorgebirgen, mit tonigen Böden, die den Höhenunterschied ausnutzen und Galerien bilden, in denen das ideale Mikroklima geschaffen wird, das die Herstellung des berühmten Perlweins ermöglicht. Die „Madreo“-Technik ist ein System, bei dem die Trauben im Ganzen während der Gärung des Mostes in die Fässer gegeben werden, was an die Kohlensäuremaischung erinnert. Damit stellen einige Bodegas der Zone Roséweine her.

Klima, Boden und Rebsorten

Der Einfluss des Atlantiks und des Nordens müsste eigentlich die Temperaturen mildern und reichlich Niederschläge verursachen, aber die hohe Höhe des Plateaus, wo sich die D.O. Tierra de León befindet, und der Rand des gebirgigen Reliefs des kantabrischen Gebirges, verändern die klimatischen Eigenschaften. Dies führt zu einer starken Kontinentalität, mit einer rigorosen und ausgedehnten Winterperiode, während hartnäckiger Nebel und Frost auftreten, obwohl die absoluten Minimaltemperaturen in den kältesten Monaten zu keiner Zeit -15ºC überschreiten (Wintergrenzwerte für den Weinanbau).
Die Frühjahresperiode ist unregelmäßig, die milden Temperaturen wechseln sich mit den gefürchteten Spätfrösten ab, aber sie stellen keinen limitierenden Faktor für den Weinanbau dar.
Die Sommerperiode ist auch unregelmäßig. Heiße und trockene Perioden wechseln sich mit Kälteperioden ab, die dem Zentrum einen milden Charakter verleihen, wobei die Durchschnittstemperatur der wärmsten Monate immer über 20ºC liegt (notwendig für die Blütezeit und Beerenreife der Weinrebe).
Andererseits ist die Herbstperiode mild und generell regnerisch und begünstigt ein gutes Ende der Reifung. Erwähnenswert sind auch die extremen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, ein Konditionierungsfaktor, der für die Anreicherung von Polyphenolen in der Traube und die Verstärkung der Aromen günstig ist.
Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge von ungefähr 500 mm verteilt sich über die Sommer- und Herbstperiode, so dass der Weinanbau in diesem Gebiet keine Bewässerung erfordert, außer in vereinzelten Jahren. Die hohe Lichteinstrahlung in dem Gebiet mit durchschnittlich 2.700 Sonnenstunden pro Jahr begünstigt ebenfalls eine gleichmäßige Reifung der Beeren.

Die Unterschiede, die in den Böden auftreten, die für den Weinbau in der Hochebene von Leon geeignet sind, liegen alle unter 900 m Höhe. Es handelt sich um Böden auf alluvialen Terrassen, sowohl braune Böden auf Steinablagerungen als auch Kalkstein auf weichen Materialien. Es sind Böden mit ausgezeichneten Bedingungen für die interne Drainage, mit einem akzeptablen Wasserrückhaltevermögen, einfacher Belüftung und Durchdringung der Wurzeln, niedrigem Gehalt an Mineralsalzen, Tiefe, ausreichendem Kalksteingehalt und arm an organischer Substanz.

Im Hinblick auf die Rebsorten autorisiert die Kontrollbehörde D.O. Tierra de León den Anbau der weißen Rebsorten Albarín (die 5 % der kultivierten Rebfläche ausmacht), Verdejo (15 %), Godello (5 %), Palomino (2 %) und Malvasía (1 %). Während bei den Roten die Prieto Picudo hervorsticht (die mehr als 60 % der angebauten Trauben einnimmt), sowie Mencía (17 %), Tempranillo (12 %) und Garnacha Tinta (2 %).

Wein und Weingüter der D.O. Tierra de León

Unter den Weinen der D.O. Tierra de León werden Weiß-, Rosé- und Rotweine hergestellt, aber die unangefochtene Herrschaft nimmt die Prieto Picudo ein, a priori eine harte und rustikale Traube, deren Weine Sauerstoffzufuhr und Zeit erfordern. Somit ist sie auch heute noch eine der wichtigsten Herausforderungen für viele Produzenten in der Region.
Es stimmt aber auch, dass ein großer Teil dieses Merkmals die Attraktivität ihrer Weine ausmacht und das ist, was sie kennzeichnet und auszeichnet. Die primären Aromen der Trauben zu bewahren und gleichzeitig diese Weichheit mit der Arbeit in den Fässern zu gewichten, ist das, was die verschiedenen Weinkellereien mit ihrem eigenen Stil und ihrer eigenen Erfahrung prägt. Im Allgemeinen handelt es sich um Weine mit charakteristischen Merkmalen, bei denen der Prieto Picudo die nicht allzu große Liebkosung des Fasses zu schätzen weiß, denn, ohne Frucht und Frische zu verlieren, wird er so angenehmer.

Bei dieser Weinlinie können wir El Músico von der Bodega Leyenda del Páramo hervorheben, mit 12 Monaten Alterung; Pricum von Bodegas Margón, mit 14 Monaten Fassreife, von dem berühmten Önologen Raúl Pérez, technischer Leiter der Weinkellerei; 3 Palomares Crianza, hergestellt von Bodegas los Palomares, mit 12 Monaten im amerikanischen Fass; genauso wie Don Suero Crianza von Bodegas Vinos de León, wo jahrhundertealten Weinberge mit 13-jährigen Reben vermischt werden; Gamonal, mit 8 Monaten in französischen und amerikanischen Fässern, und ihr Lagenwein Carroleón, der über 15 Monate in neuen Fässern verbringt.

Die weiße Albarín, die andere autochthone Rebsorte, wurde erst kürzlich in Valencia de Don Juan entdeckt, und bereits einige Weingüter haben in den letzten Jahren Wein daraus hergestellt. Man sollte bedenken, dass es in ganz Spanien insgesamt nur 80 Hektar dieser Traube gibt. 45 davon befinden sich hier und weitere in Cangas de Narcea (Asturien). Obwohl ihr Name leicht mit der Albariño verwechselt werden kann, haben beide nichts miteinander zu tun. Sie ist zitronig und blumig und hat eine gute Resistenz gegen Krankheiten. Was die Weißweine von Albarín betrifft, so gehört Pardevalles zu den Weingütern, die am meisten auf diese Sorte setzen. Sie besitzen 10 Hektar Land, das mit ihr bestockt ist, und davon produzieren sie einen frischen, exotischen, aber nicht süßen Wein mit guter Säure. Und auch Gordonzello, das stärkste Unternehmen in der Gegend, mit 205 Hektar und einer jährlichen Produktion von 900.000 Flaschen, produziert 11 Arten von Wein, wie den weißen Peregrino Albarín, tropisch, Früchte in Sirup, lebhaft am Gaumen. Der Tampesta wiederum wird auf der Hefe vergoren und ein Teil davon verweilt drei Monate lang im Fass. Komplex, erinnert an weiße Früchte, Kamille, ausgewogene Säure. Und Pricum Albarín Barrica, von dem Raúl Pérez eine kleine Produktion von nur 2.500 Flaschen herstellt, gärt in französischer Eiche auf seiner Hefe, gehaltvoll, freundlich, ohne an Frische zu verlieren. Kurzum, einzigartige und eigene Rohstoffe, die ein Land identifizieren, das jetzt von allen Produzenten interpretiert wird.

Standort des D.O. Tierra de León