Wein nach Herkunftsbezeichnung D.O. Vinos de Madrid

Weine mit langer Geschichte und dokumentierter Tradition

Auch wenn das Herkunftsgebiet Vinos de Madrid vielen Weinliebhaber unbekannt ist, so reichen sein Ansehen und seine Geschichte doch bis ins 12. Jahrhundert zurück. Längst gehören aber der Vergangenheit an, jene oxidativ ausgebauten Weine aus San Martín de Valdeiglesias, die während ihr Glanzzeit zu den meist geschätzten Weinen des Landes gehörten. Heute stellen sich die Vinos de Madrid einer hart umkämpften Weinszene, aber viele Weingüter bemühen sich, ihren Platz in der Geschichte zurückzuerobern, was durch die Qualität vieler ihrer Weine begünstigt wird.

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52 Artikel gefunden

52 productos

Rozas 1er Cru 2018

Ein zarter, tiefgängiger und mineralischer Garnacha aus Gredos

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

Rozas 1er Cru 2018
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El Hombre Bala 2017

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

El Hombre Bala 2017
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Marañones 2017

Ein Garnacha mit frischer Säure

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

Marañones 2017
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Ca' Di Mat Valautín Garnacha 2017

Süffig und mit ausgeprägter Säure

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

Ca' Di Mat Valautín...
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Agricola de Cadalso Syrah 2018

Ein Hauch von Rhone in der Sierra de Gredos

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

Agricola de Cadalso Syrah 2018
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La Bruja de Rozas 2019

Eine autentische Grenache

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

La Bruja de Rozas 2019
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4 Monos Aguja del Fraile 2017

Ein frischer und samtiger Garnacha der Berge

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

4 Monos Aguja del Fraile 2017
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Navaherreros Garnacha de Bernabeleva 2018

Eine sehr persönliche Interpretation der Garnachas aus der Sierra de Gredos

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

Navaherreros Garnacha de...
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Ca' Di Mat Valautín Garnacha 2018

Süffig und mit ausgeprägter Säure

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

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Ca' Di Mat Valautín Albillo 2018

Süffig, zart und sehr mineralisch

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

Ca' Di Mat Valautín Albillo...
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El Hombre Bala Albillo 2019

Frische und brillante Säure

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

El Hombre Bala Albillo 2019
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Arroyo del Tórtolas 2017

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

Arroyo del Tórtolas 2017
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Pies Descalzos 2019

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Pies Descalzos 2019
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La Mujer Cañón 2017

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La Mujer Cañón 2017
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Reina de los Deseos 2018

Um einen Garnacha mit großartiger Ausdruckskraft

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

Reina de los Deseos 2018
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Reina de los Deseos 2017

Um einen Garnacha mit großartiger Ausdruckskraft

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

Reina de los Deseos 2017
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La Mujer Cañón Magnum 2018

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La Mujer Cañón Magnum 2018
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Marañones Darío 2016

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Marañones Darío 2016
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Reina de los Deseos Magnum 2018

Um einen Garnacha mit großartiger Ausdruckskraft

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Reina de los Deseos Magnum 2017

Um einen Garnacha mit großartiger Ausdruckskraft

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La Bruja de Rozas Magnum 2018

Eine autentische Grenache

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La Bruja de Rozas Magnum 2018
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Marañones Darío 2018

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Marañones Darío 2018
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Marañones Tapafugas rosado 2018

Ein Rotling aus der Sierra de Gredos

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

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Ca' Di Mat Andrinal 2017

Leichter Garnacha aus der Sierra de Gredos

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

Ca' Di Mat Andrinal 2017
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La Mujer Cañón 2018

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La Mujer Cañón 2018
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4 Monos Cariñena 2016

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Garnacha de Viña Bonita 2017

Eine Grenache mit tausend und einem Detail

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

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Labros 2016

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

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Cantocuerdas Albillo 2018

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

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Curvas de Gredos 2017

Fruchtigkeit und Mineralität

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

Curvas de Gredos 2017
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4 Monos GR10 2018

Bio-Garnacha aus Madrid mit Ausbau im Fass, Fuder und in Beton

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

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Picarana 2019

Glycerinhaltig und sehr mineralisch, von einer absolut lokalen Sorte

Spanien   D.O. Vinos de Madrid (Madrid)

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Conoce D.O. Vinos de Madrid

Die lange Geschichte der Weine aus Madrid ist eine der am besten dokumentierten. Es ist bekannt, dass die ersten Aufzeichnungen über die Existenz des Weinbaus in den heutigen Randgebieten der Gemeinschaft von Madrid aus dem 13. Jahrhundert stammen. Es ist aber auch vorstellbar, dass die Weinberge und die Weine schon viele Jahrhunderte zuvor in der Region existierten. Aus dieser Zeit ist bekannt, dass Winzer den Rebbau betrieben. Sie waren von Feudalherren, die auf Agrarflächen in der Nähe von Städten ansässig waren, und auch von kommunalen Einrichtungen, den sogenannten Räten, die ihre eigenen Weinberge bewirtschafteten, abhängig.

Im Verlauf der Geschichte kommen die Weine dann im 15. Jahrhundert an, wo sie bereits ein gewisses Prestige erlangt hatten. Einige berühmte literarische Zitate und mehrere Zeugnisse belegen das Ansehen, das diese Weine in der Stadt Madrid selbst genossen, aber auch an anderen Orten Spaniens, wie in Burgos, wohin sie exportiert wurden.
Zu diesem Aufschwung kam hinzu, dass Madrid als Hauptstadt des Königreiches ausgewählt wurde, wodurch die Nachfrage nach lokalen Weinen einen deutlichen Anstieg verzeichnete und damit auch die Weinproduktion in den Grenzgebieten wie Arganda, Alcalá de Henares, Fuencarral, Alcobendas oder Torrelaguna schnell anstieg. Während der Herrschaft von Philipp IV. kamen die konsumierten Weine vor allem aus den Vororten von Madrid. Berühmt waren jene aus Valdemoro, obwohl die Weine aus San Martín weiterhin die mit dem größten Ansehen blieben, gefolgt von jenen aus Cadalso und Pelayos.
Auch in der Stadt Madrid selbst erhielt man eine bemerkenswerte Produktion aufrecht. Ein Beweis dafür ist, dass es im Jahr 1665 63 Winzer in der Stadt gab, die sich strengen Kontrollen unterziehen mussten und die dazu verpflichtet waren, die Menge der Trauben oder des erzeugten Mostes vor dem Fiskus zu deklarieren. Auch gab es in verschiedenen Straßen von Madrid berühmte Weinberge, wie jene, im Umland der Stadtstraße Calle Segovia, an den Hängen des Flusses Manzanares, oder auch auf dem heutigen Paseo de la Castellana, auf der Höhe, wo sich heute der Ministerialkomplex „Nuevos Ministerios“ befindet. Es gab auch einen großen Weinberg, der einen großen Teil des heutigen Barajas-Flughafen einnahm, und sogar im Stadtbezirk Carabanchel, dessen Moscatel-Weine berühmt waren und gut gehandelt wurden.
Aber das unaufhaltsame Wachstum von Gewerbegebieten und die Umwandlung der Dörfer in Schlafstädte setzten den Weinen aus Valdemoro, Pinto, Getafe, Móstoles, Torrejón, Alcobendas und Alcalá de Henares ein Ende. Durch den Flughafen und die Luftbasen geschah das Gleiche mit den Weinbergen von Barajas und Torrejón.

Die Expansion von Madrid, der Asphalt und schließlich auch die Reblausplage vernichteten praktisch alle dieser Weinberge, die sich in der Nähe der Hauptstadt befanden. Nur ein paar wenige Hektar in San Martín de Valdeiglesias, Navalcarnero und Arganda überlebten. Das waren wichtige Gebiete, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts über 60.000 Hektar Rebfläche verfügten. Die erste Reblausplage in den Madrider Weinbergen wurde 1914 in San Martín de Valdeglesias entdeckt. Sie breitete sich schnell auf andere Gebiete aus und ruinierte einen großen Anteil dieses Madrider Weinbergs. Gleichzeitig löste sie auch eine grundlegende Veränderung bei den typischen Weinen der Region aus. Es waren schwierige Jahre für die Madrider Weinberge und Weine. Eine wirklichen Erholung fand erst in den 1950er Jahren statt, nach dem Krieg, als man im großen Stil damit begann, solche Rebsorten zu pflanzen, die vor allem aufgrund ihrer hohen Erträge und ihrem Alkoholgehalt ausgewählt wurden. Dabei gewann die Rebsorte Garnacha in den Gebieten Navalcarnero und San Martín an großer Bedeutung und die weiße Sorte Airén in Arganda. In dieser Zeit entstehen die meisten der Genossenschaften, die eine große Menge anonymer Weine ohne herausragende Eigenschaften an eine Hauptstadt liefern, die in rasantem Tempo anwächst, und begraben schließlich die Geschichte der berühmten Madrider Moscatel-Weine von Carabancheles, Villaverde, Hortaleza und Fuencarral.

Jedoch beschlossen die Weinbaugebiete angesichts der Krise eine Umstrukturierung des Weinsektors, aber auch aufgrund der landesweiten Konsumrückgangs von anonymen offenen Weinen in den frühen 1970er Jahren. Von diesem Moment an arbeitete man daran, einige der typischen Traubensorten des Gebiets zurückzugewinnen und aktualisierte die Methoden und Kriterien der Weinbereitung, um die Weine an die neuen Konsumtrends anzupassen, vor allem den Trend hin zum Flaschenwein.

Wieder markieren die achtziger Jahren ein Davor und ein Danach bei den Madrider Weinen, nämlich mit der Einführung der neuen „Spezifischen Ursprungsbezeichnung der Weine von Madrid“ im Jahr 1984 und die im Jahr 1990 folgende rechtlich anerkannte Ursprungsbezeichnung (Denominación de Origen). Ein Jahr später trugen schon einige Weine das Kontrolletikett Vinos de Madrid und im Januar 1992 begann die Vermarktung der ersten Qualitätsweine. Das war die Wiedergeburt jener langen historischen Anerkennung, aber es war auch eine Herausforderung für einige unbekannten Weine, sogar für einen Großteil des Madrider Marktes.

Die D.O. Vinos de Madrid liegt in der geografischen Mitte von Spanien, im Süden der Autonomen Gemeinschaft Madrid, und formt südlich der Hauptstadt einen Halbkreis. Ihre 8.300 Hektar registrierte Rebfläche verteilt sich insgesamt auf 54 Gemeinden. Dazu kommt der Weinberg „El Encín“ in Alcalá de Henares. Die Fläche wird von 2.891 Weinbauern bewirtschaftet, mit 44 Weingütern zur Weinherstellung, die sich auf drei Untergebiete aufteilen: Arganda, Navalcarnero und San Martín de Valdeiglesias.

Klima, Boden und Sorten

Untergebiet Arganda. Es umfasst 26 Gemeinden sowie den Weinberg „El Encín“ und befindet sich im Südosten der Autonomen Gemeinschaft von Madrid. Es ist das größte der drei Gebiete, mit mehr als 50 % aller registrierten Weinberge. Der Anbau erfolgt vorzugsweise auf Böden und Landflächen aus Ton und Lehm, die Böschungen bilden, welche auf Granit mit einem großen Anteil an Kalkboden ruhen. Durch dieses Gebiet fließt der Fluss Jarama, ein Nebenfluss des Tajo, und seine Zuflüsse Tajuña und Henares. Hier herrscht ein typisches kontinentales Klima mit extremen Temperaturen, im Winter wie im Sommer. Die Niederschlagsmenge ist ziemlich niedrig. Die Niederschläge konzentrieren sich auf das Frühjahr und den Herbst, während die Sonnenstrahlung auf durchschnittlich 2800 Sonnenstunden pro Jahr kommt.

Untergebiet Navalcarnero. Es ist sehr flach, besteht aus 19 Gemeinden und liegt im süd-zentralen Bereich der Autonomen Gemeinschaft von Madrid. Es wird von Norden nach Süden durch den Fluss Guadarrama durchquert. Sein Klima ist kontinental, mit heißen Sommern und kalten Wintern, und rund 3.000 Sonnenstunden pro Jahr. Hier ist die Niederschlagsmenge sehr gering und kommt kaum auf 300 Liter Regen pro Quadratmeter, aber die Beschaffenheit des Bodens, wo kalkfreie und nährstoffarme Braunerde und Unterböden von dicken lehmigen Sand reichlich vorhanden sind, speichert das Wasser gut und ermöglicht einen guten Weinanbau. Die Weinproduktion stellt nur einen Anteil von 15 % dar, und wird von Genossenschaftskellereien dominiert. Trotzdem zählen sie heute zu den modernsten von Madrid und der hier vermarktete Flaschenwein hat ein Qualitätsniveau erreicht.

Untergebiet San Martín de Valdeiglesias. Es liegt im äußersten Südwesten der Gemeinschaft von Madrid und ist das kleinste der drei Untergebiete, auch wenn es hinsichtlich der Weinproduktion an zweiter Stelle steht. Seine Weinberge machen 35 % des Gesamtanteils aus. Die Nähe zum Iberischen Scheidegebirge bietet ein zerklüftetes Relief und dient auch zum Schutz gegen die kalten Nordwinde. Deshalb zeigt sein noch kontinentales Klima wärmere Temperaturen und eine feuchte Atmosphäre, die sich in weniger trockenen Landschaften mit üppigerem Ausmaß an Weideflächen, Bergen und Kieferwäldern widerspiegelt. Seine Böden aus Braunerde auf Granit, humusarm und mit niedrigem pH-Werten, sind gut für die Herstellung von Qualitätsweinen geeignet.

Die in den drei Untergebieten autorisierten roten Rebsorten sind Tempranillo (auch als Tinto Fino oder Cencibel bekannt), Garnacha, Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah, während bei den Weißen sich die Sorten Malvar, Airén und Albillo, neben Viura (auch bekannt als Macabeo), Parellada und Torrontés Moscatel de Grano Menudo hervortun. Eine der exklusivsten Sorten der Vinos de Madrid ist die weiße Varietät Malvar. Es ist eine Varietät, die eine gewisse Ähnlichkeit mit Airén hat, aber tatsächlich handelt es sich um eine andere Rebsorten. Diese Sorte ergibt leichte Weißweine mit einer gewissen Frische, besitzt aber auch ein größeres aromatisches Relief als die mit Airén erzeugten Weine. Ebenso überwiegt in jedem der Untergebiete der Anbau von jeweils einer bestimmte Sorte. Im Gebiet von Arganda überragt die rote Sorte Tempranillo und die weiße Malvar. In Navalcarnero liegt der Fokus auf Garnacha beim Roten und auf Malvar beim Weißen und in San Martín herrschen Garnacha Tinta und die weiße Sorte Albillo vor.

Weine und Weingüter der D.O. Vinos de Madrid

Als Weine der D.O. Vinos de Madrid werden Weiß-, Rosé-, Rot- sowie natürliche Schaumweine hergestellt. Außerdem gibt es einen typischen Wein, der unter dem Kontrolletikett „Sobremadre“ hergestellt werden. Diese Weine sind Weißweine oder Rotweine deren Most auf den entrappten und gekelterten Trauben (madre) gärt und so ruht er danach maximal 6 Monate ohne Abstich bis zu seiner Abfüllung. Diese Weine enthalten Kohlensäure endogenen Ursprungs, die aus der Gärung des Mosts auf seiner „madre“ stammen. Derzeit gibt es in der D.O. Vinos de Madrid 8 Weingüter, die Weine aus Trauben aus kontrolliertem biologischen Anbau bereiten und dem „Comité de Agricultura Ecológica de la Comunidad de Madrid“ angehören.
Doch innerhalb der 44 Kellereien gibt es eine bedeutende Anzahl von Kooperativen, die zusammen einen Großteil der gesamten Weinproduktion ausmachen. Es gibt aber auch viele junge Winzer und Weinbauern, die mit großer Begeisterung und Engagement, mit Wissen und Visionen arbeiten, um sehr persönliche und authentische Weine herzustellen, die vor allem aus den höheren Lagen und aus der Rebsorte Garnacha Tinta stammen.
Eine besondere Erwähnung verdient hier Comando G, das sind Dani Landi, der auch nach dem Verlassen des familiären Weinguts Jiménez-Landi Méntrida sein eigenes Projekt hat, und Fernando García, Önologe der Bodega Marañones in der D.O. Vinos de Madrid. Obwohl sie, zusammen mit anderen Bodegas, Verfechter und Impulsgeber der Vereinigung „Garnachas de Gredos“ sind, bereiten sie Weine unter zwei Ursprungsbezeichnungen: Vinos de Madrid und V.T. Castilla y León. Unter der Ursprungsbezeichnung Vinos de Madrid bereiten sie Weine wie La Bruja Avería, ein roter Garnacha mit 5 Monaten in Fässern. Das aus dem Burgund inspirierte Weingut nennt ihn ihren „Vino de pueblo“, der die Landschaft Rozas de Puerto Real widerspiegeln soll. Die Trauben, von denen etwa 40 % zugekauft werden, kommen aus dem unteren Gebiet des U-förmigen Tals, das sich zwischen den Gemeinden Rozas, Cadalso und Cenicientos abzeichnet. Der Wein ist direkt, süß, sehr fruchtig, ehrlich und frisch. Las Umbrías wird auch unter der Herkunftsbezeichnung Vino de Madrid bereitet. Der Wein, ein weiterer 100 % Garnacha aus dem Valle del Tiétar, stammt aus dem ersten nicht bewirtschafteten Weinberg, der auf biodynamischer Grundlage wieder bearbeitet wurde und mit der Comando G im Jahr 2008 Wein bereitete. Eine Weinparzelle von einem halben Hektar, mit etwa 60 Jahre alten Reben, die sich auf den Höhenlagen des Corzos-Berges (1.000 Meter) befinden, mit für diese Gegend charakteristischen Granitböden, die hier auch etwas rote Tonerde aufweisen. Seine neueste Kreation ist der Rozas 1er Cru, 100 % Garnacha, aus einer Parzelle von 3 Hektar mit 50-60 Jahre alten Rebstöcken, auf Granitböden mit Sand und Lehm in Bereich der Oberfläche. Sie befinden sich in den Lagen von Matallana, Prado, Nebrillo und Arroyo in der Gemeinde Rozas de Puerto Real im Valle del Tiétar auf 900 Meter über dem Meeresspiegel. Der Wein gärt in französischen Eichenbottichen auf autochthonen Hefen und reift 12 Monate in französischen Eichenfässern von 500 Litern. Unter der V.T. Castilla produzieren sie außerdem die Weine Rumbo Al Norte und La Mujer Cañón, die aus 60-jährigen Garnacha-Reben stammen, die auf einer Höhe von 900 Metern wachsen, sowie El Hombre Bala mit einer Reife von 10 Monaten.

Ein Beispiel für kleineres Weingut ist El Regajal, das im Jahr 1998 mit dem Rebanbau begonnen hat. Mittlerweile verfügen sie über 16 Hektar Rebfläche, bestockt mit den Rebsorten Tempranillo, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah Sorten, kultiviert unter den Kriterien des biologisch-dynamischen Anbaus, um Weine zu erzielen, die ihr Terroir wirklichkeitsgetreu widerspiegeln. Das Weingut zählt auf die Unterstützung von Jerome Bougnaud, der vierten Generation einer Winzerfamilie aus der Region Cognac angehört. Einen Großteil seiner beruflichen Laufbahn hat er in Spanien zurückgelegt und ist seit Jahren der „Vigneron“ von El Regajal, wie auch Quinta Sardonia und Dominio de Pingus. Das Anwesen verfügt über eine kleine, moderne Bodega zur Weinherstellung und -reifung. Hier altern die Weine in französischen Eichenfässern. Vermarktet werden sie unter den Namen Galia (ein Rotwein aus Tinto Fino und Garnacha) und reifen 19 Monate in französischen Eichenfässern. Las Retamas de El Regajal setzt sich aus Tempranillo, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und Petit Verdot zusammen und reift 10 Monate in französischen Eichenfässern. Der Ragajal Selección Especial reift 15 Monate in französischen Eichenfässern, mit Tempranillo, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und Petit Verdot.

Ein weiteres Beispiel für moderne Kellereikunst im Kleinformat ist Licinia. Das Weingut befindet sich in Morata de Tajuña und besitzt 28 Hektar Rebfläche. Im Herbst 2006 erntete Licinia seinen ersten Jahrgang. Das Weingut produziert nur einen Rotwein, den Licinia, mit Tempranillo (65 %), Syrah (25 %), Cabernet Sauvignon (10 %). 12 Monate Reife in neuen 225-Liter-Fässern aus französischer Eiche. Sein Aroma ist von großer Intensität, mit schwarzen Früchten, Röstnoten, Gewürzen und einem blumigen Akzent, mit feinen mineralischen Noten; rund, samtig, intensive Frucht und Aromen, schmackhaft und mit langem Nachhall.

4 Monos Viticultores sitzt in Cadalso de los Vidrios (Madrid). Vier Freunde aus Madrid, die sich dazu entschlossen, die ökologischen Vorzüge von in Höhenlagen gelegenen Weinbergen zu erkunden, um sehr persönliche und verschiedenartige Weine zu kreieren. In einem Weinberg in Cadalso de los Vidrios stießen sie auf die Rebsorte Cariñena, die sie zusammen mit Syrah und Garnacha für ihren Rotwein 4 Monos verwenden. Sie produzieren auch den Weißwein 4 Monos Albillo und La Danza del Viento, ein Rotwein aus Garnacha, aus einem Weinberg, der auf 820 Meter Höhe gelegen ist. Hergestellt in San Martín mit 100 % Rappen und 14 Monate in Fässern.

Bodega Ecológica Luís Saavedra war das erste Bio-Weingut in der Gegend, das sich die Vorteile der ausgezeichneten Bedingungen des Bodens in Cenicientos für seine Garnacha und Albillos zu nutzen macht, aber auch für seine Reben der Sorten Merlot, Tempranillo und Cabernet Sauvignon, die ohne Herbizide oder Pestizide angebaut werden. Manuelle Ernte, autochthone Hefen etc. So zogen sie die Aufmerksamkeit der jüdischen Gemeinschaft auf sich und stellen nun den einzigen koscheren Wein mit Bio-Siegel aus Spanien her, den Corucho Kosher, und andere Marken für die jüdische Gemeinschaft, sowie einen Rotwein aus Garnacha von 75 Jahren mit einer Reife von 4 Monaten im Eichenfass.

Bodega y Viñedos Barnaveleva, in San Martín de Valdeiglesias, entlang der Wanderrouten „Ruta del Oso“ und „Los Toros de Guisando“ gelegen. Dieses Weingut ist ein Vorreiter für im Gobelet-System erzogene Garnachas, von bis zu 800 Metern, die rote Sorte Morenillo und die weißen Trauben Albillo und Moscatel de Grano Menudo, die mit biodynamischen Methoden kultiviert werden. Zu den meistverkauften Weinen gehören Cantocuerdas Moscatel und Albillo, Navaherreros weiß und rot, sowie die nach dem Gut benannten Weine: Bernaveleva Arroyo de Tórtolas, Bernaveleva Carril del Rey, und Bernaveleva Garnacha de Viña Bonita.

Bodega Marañones, in Pelayos de la Presa, wo der Winzer Fernando García und der Anwalt Fernando Cornejo beschlossen, sich für ein Projekt zusammenzutun, um die lokalen Rebsorten Garnacha und Albillo wieder anzubauen. Die Bodega besitzt 20 Hektar Rebfläche. Das Weingut war Vorreiter für die ersten Weißweine mit Albillo. In Fässern von 500 Litern auf der Hefe gereift, kann er sich mit einer Reifezeit von bis zu einem Jahr geschmacklich entfalten, wie ihr weißer Picarana. Der Rotwein Treintamil Maravedíes aus Garnacha und Morenillo und der Wein aus der Lage Marañones (Garnacha) ragen heraus, und auch die Weine der Lagen Peña Caballera, der Weiße Albillo Pies Descalzos, und der rote Labros, mit einem Garnacha aus einem steinigen Weinberg.

Standort des D.O. Vinos de Madrid