Artikel der Marke Finca Casa Castillo

Im September 2016 feierte die Person, die das solide Fundament der Weinberge und des Weinguts Casa Castillo errichtete, ihren 80 Geburtstag. Mit einem Glas Wein in der Hand erinnert er sich daran, wie vor 25 Jahren die ersten Trauben unter seinem aufmerksamen Blick in Fässer gefüllt wurden. Heute betrachtet er mit Stolz, wie sein Vermächtnis durch die Kontinuität seiner Familie gesichert ist. Das heutige Ziel von Casa Castillo ist die Herstellung von Qualitätsweinen mit Persönlichkeit, Geschmack und den speziellen Eigenschaften einer jeden Parzelle, die Wahrung der Tradition des Gebiets, der Ausdruck der Eigenschaften von Boden und Mikroklima sowie die Besonderheiten der mediterranen Rebsorten, die vorwiegend auf der autochthonen roten Monastrell basieren.

Im Jahr 1941 erwarb José Sánchez-Cerezo das Anwesen Casa Castillo, für die Gewinnung von Bergrosmarin, aber das Landgut beherbergte auch ein Weingut, das von den Franzosen 1870 erbaut wurde und komplett verlassen war. Die kleine Kellerei am Fuße des Weinbergs – die zum Erwachen von Jumilla beitrug, als die Reblaus die Weinberge in Frankreich zerstört hatte und die Weine mit hohem Alkoholgehalt der Rebsorte Monastrell sich als ideal dafür erwiesen, Weine aus anderen Gebieten zu verstärken – konnte der Produktionsdichte der großen Weingüter und Genossenschaften nicht standhalten und wurde deshalb aufgegeben.

Das Weingut Propiedad Vitícola Casa Castillo befindet sich auf der Hochebene von Jumilla, auf einem wunderschönen, 402 Hektar großem Anwesen am Hang der Sierra del Molar. Seine Ländereien nehmen den Schatten der Sierra ein, die sich an steilen Hängen bis zu 760 Meter über dem Meeresspiegel erheben. Zwischen Mandel- und Olivenbäumen und in einer gepflegten Umgebung, in der die einheimische Vegetation und Fauna erhalten bleibt, befindet sich die etwa 175 Hektar große Rebfläche, deren wichtigste autochthone Rebsorte die Monastrell ist, gefolgt von Syrah, Garnacha und Cabernet Sauvignon, verteilt auf vier große Parzellen.

Die Geschichte der Weinkellerei



Im Jahre 1985 startete die zweite Generation der Familie, Nemesio und sein Sohn José Maria Vicente, ein neues Projekt mit der Umstrukturierung des Weinbergs und der Einführung neuer Rebsorten. Im Jahr 1991 wird das Gebäude renoviert, wobei die Originalstruktur respektiert wird. Die ursprüngliche Struktur wurde beibehalten, und modernste Technologien, wie Edelstahltanks, hinzugefügt und es wurden vier mit Epoxidharz überzogene unterirdische Steinkeltern eingerichtet, die für spezielle Ausarbeitungen, wie für den Monastrell de Pie Franco, verwendet werden. Die Systeme der Weinherstellung des Weinguts kombinieren heutzutage das Beste aus der traditionellen Produktion mit den fortschrittlichsten Techniken. Im selben Jahr wurde die erste Ausarbeitung durchgeführt und im Jahr 1993 kam der „Casa Castillo Crianza 1991“ als erster Wein auf den Markt. Heute leitet José Maria Vicente das Weingut La Propiedad Vitícola Casa Castillo.

Einer der wichtigsten Werte des Weinguts ist der Weinberg. Seine 175 Hektar sind in vier Parzellen aufgeteilt.

El Valle ist eine Parzelle mit kalkhaltigen braunen Böden mit Kruste, die ganzheitlich mit der Rebsorte Monastrell bestockt ist. Der Weinberg wird, wie auch die anderen Weinberge des Anwesens, traditionell im Gobelet-System und im Trockenanbau kultiviert, mit einer Pflanzdichte von 1600 Reben pro Hektar. Die gelesenen Trauben aus El Valle werden für den Casa Castillo Monastrell verwendet.

Finca Valtosca bildet den Übergang zwischen den Kieshängen und dem Tal. Der Weinberg verfügt über einen sandigen Lehmboden, der mit groben Kalkstein bedeckt ist, und deshalb auch den Namen Valtosca (Valle-Tosca, auf Deutsch: Kalkstein-Tal) trägt. Er wird vollständig mit der Rebsorte Syrah im Spalier kultiviert, mit einer hohen Pflanzdichte pro Hektar, was einen reifen und konzentrierten Wein ergibt, der als Valtosca vertrieben wird.

Las Gravas besitzen einen sehr steinigen Boden und liegen auf den Berghängen der Sierra del Molar, auf 760 Meter Höhe. Überwiegend wird hier die Rebsorte Monastrell angebaut, zusammen mit Syrah, Garnacha und Cabernet Sauvignon, die 1986 im Gobelet-System angebaut wurden, mit Ausnahme von 3 Hektar Syrah, die im Spalier erzogen werden. Die Besonderheit dieser Parzellen führt zu dem Wein mit der größten Mineralität des Weinguts: Las Gravas.

La Solana ist eine Parzelle von 12 Hektar Glacis (Feinsedimente) durch die Akkumulation der nahegelegenen Berge. Mit einer südwestlichen Ausrichtung hält in diesem Weinberg eine alte Monastrell-Bepflanzung stand, die wurzelecht im Jahr 1941 gepflanzt wurde. Sie verfügt über sehr geringe Ausbeuten aufgrund des Alters der Reben und der jährlichen Pflanzenverluste, deren Produktion auf 600 Kilogramm pro Hektar kommt. Der Weinberg wird individuell gekeltert und bringt den Spitzenwein des Weinguts hervor: Casa Castillo Pie Franco.

Arbeitsphilosophie



Diese Region setzt vor allem auf die Rebsorte Monastrell, die autochthone Rebsorte des Gebiets, die sich dem mediterranen Klima so gut angepasst hat. Allerdings war José María immer wieder davon beeindruckt, wie gut sich die Rebsorte Syrah hier angepasst und dabei eine ganz anderen Persönlichkeit entwickelt hat, als die französische oder australische Syrah. Hier erhalten sie Trauben mit mehr Geschmack, mit einem wahrscheinlich höheren Anteil an phenolischen Alkoholen, was die Weine voluminöser und großzügiger macht.

Doch mit so wenig Produktion pro Rebe erweisen sich die Tests mit verschiedenen Rebsorten als schwierig, da große Flächen benötigt werden. Außerdem ist die Cabernet Sauvignon, die fast verschwunden war, Bestandteil ihrer führenden Weine: Casa Castillo Las Gravas.

Das Weingut baut die Vorurteile gegenüber jenen Weinen mit einer Tradition von Herbheit, Grüngeschmack und überreifen Tönen ab. Dies gelingt ihm durch die Herstellung von Weinen mit klarer Persönlichkeit und einem neuen Stil, die das Potential der Rebsorte mit Kraft und Entwicklungspotenzial, Farbe und einer Struktur zeigen, die sich mit der Reifung in Eichenfässern verbessert. Weine, die nach mehr Eleganz und Langlebigkeit suchen, weil sie von Natur aus schon kraftvoll sind. Doch trotz des Aufschwungs dieser neuen und modernen Jumilla-Weine, exportiert das Weingut mehr als 80 % seiner Produktion, denn in Spanien hängt dem Namen Jumilla noch immer seine Vergangenheit nach.

Bei Casa Castillo versteht man es bestens, mit dem Resultat umzugehen, wie die Übermäßigkeiten der Trauben gehandhabt werden und wie man ihre Unzulänglichkeiten mildert. Sie verwenden, als Besonderheit, 500-Liter-Fässer aus französischem Eichenholz, worin der Wein nicht nur die alkoholische und malolaktische Gärung durchläuft, sondern auch bis zur Abfüllung ruht. Dies ermöglicht längere Mazerationen, trotz der Verwendung von neuer französischer Eiche, ohne dass die daraus resultierende Fruchtmenge im Wein aufgebraucht wird.

Neben dem Weinberg, der unser wichtigstes Anbauprodukt ist, widmen wir uns auch der Produktion von Mandeln und Oliven, mit denen wir ein natives Olivenöl extra in kleinen Mengen produzieren. Diese alternativen, für die Mittelmeerküste so typischen Pflanzkulturen erfüllen mehrere Ziele. Einerseits sollen damit das ganze Jahr lang feste Arbeitsplätze für Personal geschaffen werden, das sich je nach Periode dem einen oder anderen Anbau widmen kann. Auf der anderen Seite soll damit die Wüstenbildung und Nichtbewirtschaftung von Parzellen vermieden werden, die nicht so gut für den Weinbau geeignet sind, aber sehr gut für Mandel- und Olivenbäume. Ein weiterer und nicht minder wichtiger Punkt ist die Erhaltung eines typischen mediterranen Ökosystems, wo abwechselnd verschiedene Kulturen mit kleinen Pinienwäldern und aromatischen Kräutern vorkommen, die die Umwelt im Gleichgewicht halten und verschönern.

Die Weine von Casa Castillo



Casa Castillo wird zu 100 % aus der Rebsorte Monastrell hergestellt, die aus dem Gebiet El Valle stammt. Er fermentiert in Edelstahltanks mit Temperaturregelung und erhält eine kurze Reife von 6 Monaten in französischer und amerikanischer Eiche, um einen frischen Wein zu gewinnen, bei dem die primären Aromen der Monastrell hervorstechen.

Casa Castillo „Valtosca“ 100 % Syrah stammt aus unserem Weinberg Valtosca. Er durchläuft 5 Tage lang eine Kaltmazeration in unterirdischen Keltern und am Ende durchläuft er die alkoholische Gärung in neuen französischen Eichenfässern mit einem Fassungsvermögen von 500 Litern, wobei bis zum Schluss der Milchsäuregärung „Batonnagen“ durchgeführt werden. Nachfolgende Reifung in neuen französischen Eichenfässern. Die Reifezeit in Fässern hängt vom Jahrgang ab, wobei dieser Zeitraum mindestens neun Monate beträgt. Die Abfüllung erfolgt ungefiltert. Es handelt sich um eine Syrah-Ausarbeitung, die sich warm und mediterran präsentiert; mit einer schönen hellen und jungen Farbe und duftenden und cremigen Aromen. Intensives, likörartiges Mundgefühl, konsistent und mit der ausreichenden Frische, um ihn am Gaumen auszugleichen.

Casa Castillo „Las Gravas“ wird aus den Rebsorten Monastrell, Syrah und Cabernet Sauvignon hergestellt. Die Anteile sind vom Jahrgang abhängig, aber in der Regel macht die Monastrell mindestens 50 % des Weines aus. Entrappt und ungequetscht wird jede Rebsorte einzeln in kleine unterirdische Kelter (6000 Liter Fassungsvermögen) über einen Zeitraum von 10 bis 15 Tagen bei 28 °C gefüllt, wo der Tresterhut manuell untergestoßen wird. Abfüllung in neue 500-Liter-Fässer aus französischer Eiche, wo die malolaktische Fermentierung durchgeführt wird, danach Fassreife für einen Zeitraum von zwischen 16 und 20 Monaten (je nach Jahrgang). Nach der Fassreife erfolgt der Verschnitt der Rebsorten für die spätere unfiltrierte Flaschenabfüllung.

Casa Castillo „Monastrell de Pie Franco“ wird in der Parzelle La Solana geboren, bestockt mit Monastrell, wurzelecht, und im Jahr 1941 gepflanzt. Entrappt ohne Maischen, gelagert in unterirdischen Keltern, in denen die alkoholische Gärung auf autochthonen Hefen für etwa 10 Tage bei 26 ºC durchgeführt wurde, manuelles Unterstoßen des Tresterhutes, Abfüllung in Fässer aus neuer französischer Eiche, in denen die malolaktische Gärung in Kontakt mit den Hefen abgeschlossen wird, und einer anschließenden Reife von mindestens 22 Monaten, abgefüllt ohne Filtern. Aufgrund der geringen Erträge der Parzelle ist seine Produktion sehr begrenzt. Dieser Rotwein besticht bereits durch seine kirschroten Farbe, mit hoher Fruchtkonzentration, sehr reif, fast konfitiert, wo sich Vanille und Gewürze offenbaren. Schmackhaft und gut strukturiert, mit einer einhüllenden Fleischigkeit und reifen, aber festen Tanninen.

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