Wein nach Herkunftsbezeichnung D.O. Navarra

Neben der Produktion von Rotweinen und Weißweinen besitzt D.O. Navarra eine lange Tradition in der Herstellung von Roséweinen. Anfang und Mitte des 20. Jahrhundert hat der Roséwein die Rotwein und Weißwein fast völlig verdrängt, sodass ausschließlich Roséweine produziert wurden. 1975 wurde Navarra offiziell als D.O. anerkannt und Mitte der 80er wurde, dank der Zulassungen roter und weißer Rebsorten in der D.O., auch wieder angefangen mehr Rot- und Weißweine zu produzieren.

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Principe de Viana Crianza 2017

Ein süffiger Rotwein mit Charakter

Spanien   D.O. Navarra (Navarra)

Principe de Viana Crianza 2017
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Spanien   D.O. Navarra (Navarra)

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Spanien   D.O. Navarra (Navarra)

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Spanien   D.O. Navarra (Navarra)

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Spanien   D.O. Navarra (Navarra)

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Spanien   D.O. Navarra (Navarra)

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Conoce D.O. Navarra

In Olite, Cascante, Funes und anderen Städten in Navarra fand man Spuren von Weinbau und Weinherstellung, die bis in die Römerzeit zurückreichen. Die Tradition besagt, dass Pompeius, der Gründer von Pamplona, ​​seine Truppen mit Weinen aus Navarra versorgte, und so waren die Weine aus Navarra bereits jenseits der Pyrenäen bekannt.
Zudem florierte der Weinbau dank der kulturellen Belebung durch die Klöster (Leyre, lrache, La Oliva, Fitero) und des aktiven Handels, der durch die europäischen Pilgerwege gefördert wurde. Die mittelalterlichen Pilger legten ihre andächtigen Routen vorzugsweise so, dass sie zwischen Flüssen und Weinbergen hindurch verliefen. Darum durchquerte der Jakobsweg einige der besten Weinlagen des Mittelalters, vom Rhein zur Rhone, von der Seine zur Garonne und vom Ebro zum Douro.
Man darf nicht vergessen, dass das Königreich von Navarra sich damals vom Herzen der La Rioja (Nájera) aus bis nach Bordeaux ausbreitete und dabei eine weitreichende Weinregion einnahm. Das gastfreundliche Königreich Navarra bot den Pilgern bereits im elften Jahrhundert edle Weine an. Das wohltätige Kloster Roncesvalles produzierte in diesen Jahren des Mittelalters jährlich bis zu 40.000 Liter Wein.
Die Könige von Navarra, wie Teobaldo l., kamen auf ihren Kreuzzügen sogar bis in das Heilige Land. Wenn man heutzutage Thibault IV. nachsagt, er habe Chardonnay aus dem Heiligen Land in die Champagne eingeführt, dann wird dabei oft vergessen, dass dieser Graf der Champagne auch König von Navarra war. Im 13. Jahrhundert importierte Teobaldo I. einige Rebstöcke aus der Champagne, wahrscheinlich Chardonnay und Pinot Noir. Seine Bodegas im Palast von Olite und sein Weinberg La Serna, deren Türen sich nur für die Frau des Königs öffneten, fanden Berühmtheit und Bewunderung.
Auch wird besagt, dass Don Teobaldo ebenfalls aus der Champagne die Herstellungstechnik von Verjus einführte: Schaumwein aus unreifen, sauren Trauben. Kein Wunder also, dass in den alten Chroniken die Eingewöhnung neuer Rebsorten in Navarra auf diesen Monarchen zurückgeht. Es dürfte also niemanden überraschen, dass die Rebsorte Chardonnay, die damals „Morillon“ – die Traube der Mauren – genannt wurde, auf dieser Seite der Pyrenäen bereits im 13. Jahrhundert angepflanzt wurde.

Im 14 Jahrhundert wurde der Wein aus Navarra in die Normandie exportiert. Die wahre Blütezeit des Weins der Region begann jedoch im 16. Jahrhundert, als sich der Ruhm der Rot- und Roséweine aus Navarra bis auf die Kolonien der Neuen Welt ausbreiteten. Felipe II. und sein Bogenschütze Cock besuchten Valdizarbe und Puente la Reina im Jahr 1592 und belegten die Qualität der Claret-Weine. Die Weinproduktion in diesem Jahrhundert war schon so reichlich, dass Legenden geschmiedet wurden, wonach man für den Bau oder für die Renovierung der Kirchen (Allo, Peralta, Artajona usw.) Wein unter das Zement gemischt hatte. Der Wein, den man in den Kirchen bekam, wurde als Heilmittel gegen Krankheiten angesehen, nachdem er zuvor an den Häuptern der wunderbringenden Ikonen vorbeigereicht wurde. Über den Hafen von San Sebastián wurden die Rot- und Claret-Weine aus Navarra nach London exportiert. Im Gegensatz dazu fiel der Handel auf dem Festland eher gering aus, da die Schutzzölle die Einfuhr der Weine von Navarra nach Kastilien und Aragonien verhinderten.

Im 17. Jahrhundert wurde in Navarra 18.500 Hektar Rebfläche kultiviert. Das entspricht fast der gleiche Fläche, die heute die D.O. Navarra einnimmt. Diese Fläche verdreifachte sich im späten 19. Jahrhundert, als die Weinberge von Navarra die französischen Weinhersteller versorgten, deren Land durch den Mehltau und die Reblaus verwüstet wurde. Je intensiver der Weinbau jedoch in den südlichen Gebieten betrieben wurde, desto stärker ging er in den nördlicheren Breiten von Pamplona verloren.

Die Bedeutung des Weinbaus ist in Navarra so entscheidend gewesen, dass er sogar die Unterschiede zwischen den landwirtschaftlichen Nutzflächen der Gemeinde markierte. Die bestockte Rebfläche erreichte vor dem heftigen Reblausbefall im späten 19. Jahrhundert 50.000 Hektar. Aber auch Navarra musste ab dem Jahr 1896 die Geißel der Reblaus erleiden.

Im Jahr 1912 fand in Pamplona unter dem Vorsitz von König Alfons XIII. die Landesausstellung für Weinbau statt. In den frühen Jahren desselben Jahrhunderts kam es, nach der Zerstörung durch die Reblaus, zur allmählichen Wiederbelebung des navarrischen Weinbaus. Die katholischen landwirtschaftlichen Genossenschaften, die von der Enzyklika Rerum Novarum angetrieben wurden, fanden in Navarra großen Anklang. Im Jahr 1911 wurde die Genossenschaft von Olite gegründet, gefolgt von den Genossenschaften von San Martin de Unx, Tafalla, Allo, Cintruénigo etc. Indem man den Spuren der Vergangenheit folgte, entwickelte sich in Navarra die aktive Genossenschaftsbewegung der 1950er und 1960er Jahre, die große Flächen für den Weinbau zurück eroberte. Hier war der Roséwein, der hauptsächlich mit der Rebsorte Garnacha hergestellt wurde, bis ins späte 20. Jahrhundert das Aushängeschild für die Weine von Navarra gewesen.

Im Jahr 1975 wurde die D.O. Navarra definitiv konsolidiert. Von diesem Moment an beanspruchten die Weiß- und Rotweine aus Navarra ihre edle Abstammung, mit sehr wirksamer Unterstützung durch die Forschungsstation für Weinbau und Önologie von Navarra (EVENA), die 1981 in Olite gegründet wurde. Die D.O. Navarra befindet sich im Nordosten Spaniens, innerhalb der Foralgemeinschaft Navarra, und erstreckt sich vom Süden der Hauptstadt der Gemeinde, Pamplona, ​bis hin zum Ebro-Flussbecken.

Derzeit sind rund 11.700 Hektar Rebfläche und 89 Kellereien registriert. Mit der Einführung der D.O. Navarra gingen die Veränderungen in den Weinbergen, in Zusammenarbeit mit der EVENA, mit den Veränderungen in den Kellereien einher. Es war nicht leicht, diesen Wandel in einer Region durchzuführen, die von traditionell sehr konservativen Genossenschaften dominiert wurden. Allerdings wirkte sich der Geist des Fortschritts und der Wettbewerb im Weinberg von Navarra tiefgreifend aus, was in diesem Fall vor allem von den kleineren Produzenten gefördert wurde.
Die Installationen wurden verbessert und erweitert, vor allem von privaten Kellereien, obwohl auch einige Genossenschaften mit dem Tempo dieser Änderungen Schritt halten konnten. Spitzentechnologie wurde eingeführt, wie die unverzichtbaren Edelstahltanks für die temperaturgesteuerte Gärung und die Neukonzeption von Flaschen, Etiketten und Marken.
Auch die institutionelle Unterstützung fehlte bei diesem Prozess nicht, für den viele Jahre und hohe Investitionen erforderlich gewesen sind. Die Ergebnisse ließen nicht lange auf sich warten. So erzielte man hochklassige Rotweine, die das Interesse aller Experten geweckt haben; weniger auf den Alkoholgehalt von Garnacha gestützt, sind sie fruchtiger und vor allem abwechslungsreicher und persönlicher. Im Moment haben die Weißweine noch nicht so viel Prestige wie die Rotweine erreicht, obwohl es einige Chardonnays und einige traditionelle weiße Viuras gibt, die unsere Aufmerksamkeit verdienen.

Aber wenn man den Weinen von Navarra etwas anlasten möchte, so sollte es nicht ihre lang zurückreichende Vergangenheit sein, sondern ihre moderne Gegenwart: ihre Roséweine stemmen das Gewicht ihres eigenen Ansehens. Auf diese hatte man sich zu Beginn der 80er Jahre spezialisiert, als sich die Weinregion La Rioja mit den Rotweinen ihr Stück vom Kuchen abschnitt, und Penedés und Galizien mit ihren jungen und fruchtigen Weißweinen. Doch heute und in Anbetracht dessen, was gerade in Navarra passiert und sich entwickelt, wird klar, dass die Spezialisierung auf die Produktion von preiswerten Roséweinen, die jedem Weinliebhaber noch ein Begriff ist, nur ein kommerzieller Faktor war, um den Verbrauchern die Existenz dieser Region mit Herkunftsbezeichnung ins Bewusstsein zu rufen. Und die Flaschenabfüllung war auch – warum sollte das nicht erwähnt werden – eine dezente Lösung für die Überproduktion der Gegend. Doch mit der Neugestaltung der Weinberge und der Implementierung neuer Sorten, begann sich die Weinszene in den frühen 90er Jahren allmählich zu ändern. Seitdem zählen einige Weiß- und Rotweine aus Navarra bereits zu den besten in Spanien.

Klima, Boden und Sorten

Genauso wie La Rioja erstreckt sich auch das Weingebiet von Navarra entlang des Ebro-Beckens, vor allem in der südlichen Hälfte der Provinz, fast von Pamplona, ​im ​Norden, bis nach Tudela, im Süden, unterscheidet man fünf Comarcas (Bezirke):

Baja Montaña. Die Comarca Baja Montaña befindet sich im Osten von Navarra und grenzt an Aragon. Es werden 1.520 Hektar Wein kultiviert, überwiegend Garnacha, über 50 %, gefolgt von Tempranillo, mit 25 %. Die Zone ist durch eine ausgeprägte Orographie gekennzeichnet, mit einer üppigen Vegetation von niedrigen Wäldern, wo die Böden rötlich oder gelblich sind, oft kiesig, am Oberlauf des Flusses Aragon meistens kalkhaltig. Klimatisch liegt sie zwischen der subhumiden Zone im Norden und der oberen trockenen Zone im Süden, was die jährliche Niederschlagsmenge zwischen 760 und 470 mm schwanken lässt.

Valdizarbe. Die Comarca Valdizarbe befindet sich in der Mitte von Navarra, südlich der Cuenca von Pamplona, und ist der Dreh- und Angelpunkt des Jakobwegs, der die Provinz durchläuft, da er die zwei Wegvarianten von Baja Navarra und Aragon verbindet. Die Zone ist im westlichen Teil durch die Ausläufer der Sierra de Andía und der Sierra del Perdón im Norden geprägt und verläuft weitgehend entlang des Flusses Arga, mit sanften Hügeln und Tälern. Es werden etwa 920 Hektar Rebfläche kultiviert, wo die roten Sorten Tempranillo, Garnacha, Cabernet und Merlot, sowie einige weiße Sorten, wie Chardonnay und Malvasía, auf ähnlichen Oberflächen miteinander wachsen. Die Böden hier sind ähnlich geschaffen wie die des Gebiets Baja Montaña, wo die braunen kalkhaltigen Böden auf nicht konsolidiertem Materialien vorherrschen, auf der Höhe von Muruzábal und Oloriz mit Stellen von Braunerde und mit kalkhaltigen Böden auf bunten Mergel aus der Trias-Zeit in Mañeru. Aus klimatischer Sicht ist es das feuchteste Gebiet von allen. Genauso wie in Tierra Estella vermindern die im Norden gelegenen Berge den Atlantikeinfluss und die Weinberge sind meist auf den Sonnenhängen angesiedelt.

Tierra Estella. Diese Enklave ist im westlichen Randgebiet von Navarra gelegen, entlang des Jakobswegs, und grenzt an das Baskenland und an La Rioja. Sie wird von dem Fluss Ega durchkreuzt und grenzt an die Sierra de Urbasa. In ihrem nördlichen Bereich besitzt sie ein ausgeprägtes Relief, das zum Süden hin weicher wird, wo es zusammen mit Oliven und Getreide wächst. Es wird etwa 1.800 Hektar Rebfläche kultiviert, wo die Sorte Tempranillo mit fast 50 % überwiegt, gefolgt von Cabernet Sauvignon (20 %) und bei den weißen Sorten ist vor allem Chardonnay signifikant präsent. Sie umfasst Böden von verschiedenen Geländearten und Materialien, die denen des Gebiets Valdizarbe sehr ähneln. Was ihr Klima betrifft, so liegt sie zwischen der subhumiden Zone im Norden und der oberen trockenen Zone im Süden, was die jährliche Niederschlagsmenge zwischen 700 und 454 mm schwanken lässt. Die Gebirgsketten Urbasa und Andía im Norden filtern den Atlantikeinfluss, und die Weinberge sind meist auf den Sonnenhängen angesiedelt.

Ribera Alta. Die Comarca Ribera Alta liegt auf der mittleren Breite von Navarra, im Übergangsbereich zum Süden der Region, mit wesentlichen Fokus hinsichtlich des Weinbaus rund um Olite. Es ist ein Gebiet mit sanftem Relief im Norden, entlang des Flusses Ega, das im Verlauf zum Süden hin, wo Rebe und Getreide gemeinsam wachsen, immer flacher wird. Es werden 4125 Hektar angebaut, überwiegend Tempranillo, aber auch die anderen roten Sorten werden gut repräsentiert, vor allem die Graciano. Bei den weißen Sorten sticht, mit dem höchsten Anteil in der Region, die Sorte Chardonnay hervor, sowie eine gewisse Präsenz von Moscatel. Böden mit reichlich Kalkmergel, das aus dem Eozän und Miozän stammt. Zusätzlich zu den Alluvialböden der Flussbecken ist auch rötliche Erde und Sandstein ​​vorhanden. Klimatologisch gesehen handelt es sich um eine Übergangszone zwischen der oberen trockenen Zone und der semiariden Zone, wo klimatische Übergänge sich nur allmählich vollziehen, weil das Relief ziemlich flach ist. Abseits von den Einflüssen des Meers und den Pyrenäen gelegen ist es dort wärmer als im Norden. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt bei zwischen 507 und 349 mm. Den jährlichen Wassermangel für den Weinberg schätzt man auf etwa 200-300 mm.

Ribera Baja. Die Comarca Ribera Baja liegt im Süden von Navarra, im Ebro-Tal, zwischen Aragon und La Rioja. Es ist eine große Ebene, mit spärlicher Vegetation, wo die imposante Präsenz der Sierra del Moncayo dominiert. Es werden etwa 3.350 Hektar Rebfläche kultiviert, wobei die Traubensorte Tempranillo (40 %) überwiegt, begleitet von der Garnacha (30 %). Was die weißen Sorten betrifft, so kommen die Rebsorten Viura und Moscatel in der Region am häufigsten vor. Ein Großteil der Rebfläche wächst auf Böden in verschiedenen Höhen, auf Terrassen und Abhängen aus dem Quartär, die sich durch den Ebro und seinen Zuflüssen gebildet haben. Am rechten Ufer stammen die Böden zumeist aus dem Miozän, mit Formationen aus dem Trias und aus der heutigen Zeit. Es überwiegen die braunen Böden, graue wüstenähnliche Böden südlich von Tudela und brauner Kalkstein im Norden. Die Flusstäler sind alluvialen Ursprungs. Im Bezug auf die Wetterbedingungen ist es eine ziemlich homogene Zone, da sie sich vollständig in der semiariden Klimazone befindet. In Anbetracht der Temperaturen und der durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge, die im Bereich zwischen 361 und 384 mm liegt, schätzt man den Wassermangel für den Weinberg auf über 300 mm pro Jahr.

In Navarra gibt es eine große Auswahl an weißen (6 %) und roten Sorten (94 %), die für die Weine aller Stilrichtungen verwendet werden und die auf den Geschmack der Verbraucher angepasst sind: Roséweine, junge Weiße mit Fassreife, junge Rote mit Fassreife, Süßweine und Cavas. Mehr als 70 % der Rebfläche ist mit einheimischen Sorten bestockt, während sich die restlichen 30 % aus internationalen Sorten zusammensetzen. Bei den Rotweinen sind die folgenden Sorten autorisiert: Garnacha Tinta, Graciano, Mazuelo, Tempranillo, Cabernet Sauvignon, Merlot, Pinot Noir und Syrah. Bei den weißen Sorten sind es vor allem: Chardonnay, Viura, Garnacha Blanca, Malvasía, Moscatel de Grano Menudo und Sauvignon Blanc.

Weine und Weingüter der D. O. Navarra

In dieser D.O. existieren immer noch vielen Genossenschaften nebeneinander, sowie große Kellereien und einige Familienbetriebe. Unsere Auswahl konzentriert sich auf diejenigen, die der aktuellen Realität der Weine aus der D.O. Navarra einen Mehrwert verleihen.

Señorío de Otazu wurde im Jahr 1860 gegründet. Das Weingut wurde im französischen Stil errichtet und war das erste in Navarra, das außerhalb einer Stadt, in nur einem Weinberg, gebaut wurde. Er ist einer der am nördlichst gelegenen Weinberge mit roten Trauben von ganz Spanien. Er befindet sich in Cuenca de Pamplona, umgeben von den Gebirgsketten El Perdón und Peña de Etxauri, am linken Ufer des Flusses Arga.
Sie besitzen 115 Hektar rund um das Weingut und die Trauben werden ausschließliches von Otazu für die Herstellung ihrer Weine verwendet. Unter der D.O. Navarra bereitet Señorío de Otazu fünf Weine: drei Rotweine, einen Weiß- und einen Roséwein. Vitral und Altar, Rotweine der Spitzenklasse, mit eigenem Namen und einem vollständig manuellen Herstellungsverfahren. Die Weine Otazu Premium Cuvée, Otazu Chardonnay und Otazu Rosado werden teilweise durch ein manuelles Verfahren hergestellt. Sie sind jünger und öffnen die Tür in die wunderbare Welt der Otazu-Weine.
Das Weingut produziert auch Weine unter D.O.P. Pago de Otazu, wo derzeit 99 % ihrer Weinberge als „Vides de Pago“ (Einzellagen) klassifiziert sind, aus deren Trauben sie zwei Weine herstellen: Señorío de Otazu rot und Señorío de Otazu Chardonnay, im Barriquefass vergoren.

Nekeas wurde 1989 von acht Familien der Gemeinde Añorbe gegründet, die Wein auf 150 Hektar anbauten. Als diese begannen, Früchte zu tragen, wurde das Nekeas-Weingut erbaut, auch wenn sie erst 1992 mit der Herstellung und Vermarktung ihrer Weine begonnen haben. Obwohl die Bodega nicht zu den ältesten Weingütern der Zone gehört, ist es Nekeas dennoch gelungen, die lange Weinbautradition des Gebiets mit neuen Techniken und den am weitesten fortgeschrittenen Kenntnissen in der Welt der Önologie zu kombinieren. Derzeit besitzen sie eine Rebfläche von 225 Hektar, aus der sie junge Weine, Crianza- und Reserva-Weine herstellen. Besonders erwähnenswert ist der Wein Izar, der nur aus besonderen Jahrgängen hergestellt wird, sowie ihr Wein der Lage El Chaparral de Vega Sindoa: ein sortenreiner Wein aus Garnacha, von alten Reben, mit Aromen von reifen süßen Früchten, wo auch die Würznoten (schwarzer Pfeffer, Nelke) und die frischen balsamischen Noten (Fenchel, Anis) nicht fehlen, mit einem eleganten Hintergrund von Vanille. Vollmundig und seidig mit reifen Früchten (Himbeere, Erdbeere) und einigen feinen Tanninen.

Señorío de Sarría besteht seit 1953 als solche, obwohl die Daten von Señorío de Sarría bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, als Juan de Azpilicueta, den Bruder von San Francisco Javier, bereits einen Palast mit Waffen in Señorío de Sarría hatte, das von Weinbergen umgeben war. Im Herzen des Tals Valdizarbe gelegen verfügt Señorío de Sarría über mehr als 110 Hektar eigener Rebfläche, die sich auf den Hängen der Sierra del Perdón, entlang Arga-Flussufers, erstrecken. Sie kultivierten verschiedene Rebsorten, sowohl weiße wie rote. Die Sorten Garnacha und Graciano haben zum Beispiel ein Durchschnittsalter von mehr als ein halbes Jahrhundert, während die jüngere Sorte Merlot ist, mit einem Alter von weniger als 10 Jahren. Derzeit vertreiben sie unter der Hauptmarke Señorío de Sarría zwei Wein-Produktlinien. Die erste Produktlinie ist die traditionellere mit Crianza, Reserva und Gran Reserva, sowie einem Rosé- und einem Weißwein und der Señorío de Sarría Reserva Especial. Die zweite – nach dem Weinberg benannte – Produktlinie wurde später ins Leben gerufen und möchte das Beste aus den eigenen Weinbergen herausholen. Dabei ragen die roten Graciano, Merlot und Cabernet Sauvignon heraus, mit einer leichten Fassnote, wie auch ein sehr ausdrucksvoller Roséwein und ein Weißer, der im Fass gegoren wird.

Artazu ist ein relativ neues Weingut (1996) und seine Anfänge sind mit dem Projekt Juan Carlos López de Lacalle (Artadi) in Navarra verbunden. Seine Absicht war es, die Garnacha zu verbessern und zu diesem Zweck führte er im Jahr 1996 eine gründliche Untersuchung über das Verhalten und die Entwicklung dieser Sorte in der nördlichsten Region von Navarra durch. Tatsächlich erfolgte die erste Lese von Artazu erst im Jahr 2000. Es handelt sich somit um ein relativ modernes Unternehmen, doch seine Weine konnten in den letzten Jahren einen sehr guten Ruf sammeln. Sowohl die Installationen dieses Weinguts als auch seine Weinberge befinden sich in der Gemeinde Artazu, einem alten und berühmten Weindorf.

Im Wesentlichen wird die Rebsorte Garnacha auf etwa 15 Hektar Rebfläche angebaut, deren Reben im Durchschnitt über 60 Jahre alt sind. Die bedeutendste Lage ist Santa Cruz, nach der einer der hochwertigsten Weine benannt wurde. Zu ihren bedeutendsten Weinen gehören der Rotwein Santa Cruz de Artazu und Pasos de San Martín.

Castillo de Monjardín liegt im Valle de San Esteban, in der Weinregion Tierra Estella. Hier beschlossen sie Ende der 80er Jahre, ihr Land mit mehreren Traubensorten zu bepflanzen, bis sie die 220 Hektar Rebfläche erreichten, die sie heute besitzen. Sie befindet sich auf einer durchschnittlichen Höhe von 600 Metern über den Meeresspiegel.

Das Weingut verteidigt den Vorsatz „Qualität vor Quantität“, dem sie sich verschrieben haben, weswegen sie nur die besten Reben anbauen oder wiederbeleben, auch wenn einige davon eine viel niedrigere Produktivität aufweisen. Bei ihren Weißweinen ragen besonders heraus: Chardonnay, Chardonnay Reserva, ihr Chardonnay mit Fassgärung und ihr Spitzenwein, Esencia Monjardín: ein Weißwein aus dem Weinberg Auza, der sich in Villamayor de Mojardín befindet. Es ist ein natürlich süßer Wein, aus überreifen Trauben, sehr fein, mit Aromen von Kompott, Feigen, Honig und einem Finale mit einer leichten Säure, die ihn bei weitem nicht schwer, sondern äußerst elegant macht. Bei den Rotweinen produzieren sie eine breite Palette aller Arten, mit besonderem Augenmerk auf die Sortenweine und auf die „Vino de Pago“, den Weinen aus Einzellagen.

Bodegas Valcarlos hat seine Anfänge im Jahr 2001 und gehört zur Faustino-Gruppe. Das Weingut befindet sich in der Gemeinde Los Arcos, in der Weinregion Tierra de Estella. Ihre Weinberge nehmen 55 Hektar, zwischen den Städten Los Arcos und Torres del Río verteilt, ein und liegen auf 445 Meter über dem Meeresspiegel. Das repräsentative Gebäude, in dem sich auch die Kellerei befindet, hat in der Mitte eine große Kuppel, woraus sich ein Rundturm erhebt. Diese Konstruktion wurde entworfen, um die charakteristischen Holzbottiche nachzubilden, natürlich in einem vergrößerten Maßstab. Innerhalb ihrer großen Weinauswahl lassen sich auf dem Markt zwei verschiedene Marken finden: Marqués de Valcarlos (Rotwein Crianza, Roséwein und Weißwein) und Fortius, reserviert für die Crianzas aus den Sorten Merlot und aus Cabernet Sauvignon.

Bodegas Fernández de Arcaya wurde 1990 gegründet und befindet sich inmitten eines 4 Hektar großen Weinbergs in Los Arcos, auf dem Jakobsweg. Das Hauptziel der Gründer, den Brüdern Joaquín und Miguel Fernández Arcaya, war es, die Trauben aus dem Weinberg der Familie zu vinifizieren, der sich in den Bezirken von Los Arcos, El Busto, Sansol und Villamayor de Monjardín befindet. Er ist etwa 54 Hektar groß und nach und nach sind seit 1982 einige alte Reben ersetzt worden. Innerhalb ihrer Weinauswahl sticht der Kosher hervor, der unter der strengen Aufsicht des Oberrabbiners von Barcelona entwickelt worden ist. Sie vertreiben auch Viña Perguita, Condesa de Garín und, natürlich, ihr Sortiment Fernández Arcaya.

Bodegas Ochoa ist ein Familienweingut in Olite. Es ist einer der ältesten Weinhersteller der ganzen Gemeinde. Derzeit verfügen sie über 143 Hektar eigene Rebfläche, deren alte Rebstöcke sich näher an der Kellerei von Olite befinden, während die meisten Weinberge auf den Weinlagen El Bosque in Traibuenas gepflanzt sind. Diese Naturlandschaft liegt nur wenige Kilometer südlich von Olite, auf einer Höhe von 400 Metern, entfernt. In seiner Weinauswahl behält Bodegas Ochoa die Tradition der Reserva-Weine bei, entwickelt sich dabei aber ständig in jungen und sortenreinen Weinen weiter. Ihre jungen Weine sind Ochoa Tinto Garnacha & Tempranillo, Ochoa Rosado Garnacha und Ochoa Blanco Viura & Chardonay. Ihre besonderen Jungweine sind Ochoa Graciano-Garnacha und Ochoa Rosado de Lágrima. Innerhalb ihrer Crianza- und Reserva-Weine finden wir: Ochoa Tempranillo, Ochoa Cabernet Sauvignon, Ochoa Merlot, Ochoa Reserva und Ochoa Gran Reserva. Und schließlich gibt es die besonders ausgewählten Weine: Ochoa Vendimia Seleccionada und Ochoa Vino Dulce de Moscatel, ein Wein, der stets durch sein aromatisches Potential besticht und jener passenden Ausgewogenheit zwischen Süße, Fruchtigkeit und Frische.

Viña Magaña wurde 1968 gegründet, mit dem Ziel, einen qualitativ hochwertigen Rotwein und von europäischem Profil zu entwickeln. In der Tat waren die Brüder Magaña Pioniere, was die Einführung von ausländischen roten Sorten in Navarra betrifft. Seit vielen Jahren gehörte zu ihrer parallelen Geschäftstätigkeit der Verkauf von Klonen, die aus verschiedenen Teilen Frankreichs stammten. Der Großteil ihrer 100 Hektar großen Rebfläche wird dem Anbau der „Königin“ der Bodega gewidmet: der Merlot. Diese Traube ist die Grundlage für alle Weine von Bodegas Magaña, wenn sie auch andere Sorten anbauen, wie Cabernet Sauvignon, Cabernat Franc und Tempranillo. Eine der wichtigsten Attraktionen dieses Weinguts sind die modernen Installationen, die sich in dem Ort Barillas befinden. Sie sind das Werk des berühmten Architekten Rafael Moneo. Ihre ersten Weine waren die mittlerweile berühmten Viña Magaña, allen voran der sortenreine Merlot Gran Reserva. Hie wurde vor kurzen die Auswahl noch erweitert, mit Dignus, Torcas, Barón de Magaña und Calchetas, wobei letzterer Juan Magañas Leidenschaft und Verliebtheit für den Rotwein im Bordeaux-Stil aufzeigt. Er ist aromatisch fruchtig, beeindruckt schon ab dem ersten Moment, und versteckt dabei seine 20 Monate im Fass nicht; am Gaumen stämmig und mit einem gut geformten tanninischen Hintergrund, wo die schwarze reife Frucht großzügig vorherrscht.

Príncipe de Viana wurde 1983 in Murchante gegründet, obwohl die Geschichte des Fürstentums bis auf Karl III. von Navarra zurückgeht. Dieser zeichnete im 15. Jahrhundert seinen Enkel Karl mit einem majestätischen und nie zuvor dagewesenen Titel aus, den noch nie jemand zuvor trug, und gründetet höchstpersönlich das Fürstentum von Viana. Die ersten Installationen des Unternehmens befanden sich in der Gemeinde Murchante und mit ihnen hat das aktuelle Weingut mit seinen 1.000 Quadratmetern und 400 Hektar einen eigenen Weinberg in Finca Albret angelegt. Príncipe de Viana ist seit jeher für seinen innovativen Charakter bekannt. Mit diesem Etiketten gedenkt der Príncipe de Viana 1423, der Spitzenwein der Bodega, dem Jahr, in dem Karl III. (genannt der Edelmütige) das Fürstentum Viana zu Ehren seines Enkels Karl von Viana instituierte. Eine weitere Produktlinie sind die Clásicos, ein Weißer mit dem Namen Edición Blanca, mit Chardonnay und Sauvignon Blanc, sowie einer Sammlung von 4 sortenreinen Rotweinen. Die Kellerei Albret gehört der gleichen Gruppe an, mit einer Auswahl an Weinen in allen Farben, hergestellt mit Tempranillo, Cabernet Sauvignon, Merlot, Garnacha und Chardonnay. Die Produktionen sind begrenzt und kommen nur mit einem optimalen Qualitätsniveau auf den Markt. Hervorzuheben ist hier der Rotwein Viña de mi Madre, mit Cabernet Sauvignon 95 % und Merlot 5 %, mit Reife in französischen Eichenfässern 100 % für 21 Monate.  

Julián Chivite besteht bereits seit dem Jahr 1647 und ist somit eines der ältesten Weingüter Spaniens. Der Nachname Chivite stammt aus dem Ebro-Tal und die ersten Mitglieder dieser Familie kamen im 16. Jahrhundert nach Navarra, dennoch gibt es keine schriftlichen Belege dafür, dass diese Weinbau-Saga vor dem 17. Jahrhundert begonnen hatte. Im späten 18. Jahrhundert, nahm José Chivite eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Unternehmens ein. Er hatte die Position des „Lehnsmann von Garrapito“, was heutzutage als eine Art Steuereinzugsstelle zu verstehen wäre, an die die Weinhändler und -hersteller für jede Einfuhr oder jeden Verkauf dieses Produkts in dieser Zone Abgaben bezahlten. Heute teilen sich die fast 500 Hektar Rebfläche von Chivite auf drei verschiedene navarrensische Weingebiete auf: Aberin, Marcilla und Cintruénigo. Auf ihren Parzellen kultivieren sie eine Vielfalt an Rebsorten: Garnacha, Mazuelas und Moscatel de la Ribera, bis hin zu Tempranillos, Chardonnays und Merlots. Ihre Reben sind oft älter als ein halbes Jahrhundert und gehören stets zum Grundstück der Familie. Derzeit produzieren sie eine komplette Weinsammlung in drei Produktlinien: Chivite Colección 125, Chivite Finca de Villatuerta und Chite Fincas. Die Produktlinie Chivite Colección 125 kam im Jahr 1985 auf den Markt, in Erinnerung an den ersten Export im Jahr 1860. Die Produktion ist begrenzt und besteht aus einem Weißwein, einem Roséwein, einem Rotwein und einem süßen Weißwein. Chivite Finca de Villatuerta sind die neue Weine. Eine Weißer, ein Roter und ein Reserva Especial. Die Reben stammen aus den Weinbergen in Tierra Estella, von den Hängen der Granja de Legardeta in der Gemeinde Villatuerta. Chivite Las Fincas entspringt der Zusammenarbeit mit Juan Mari Arzak, dem renommierten spanischen Koch, und ist ein Roséwein aus den Traubensorten Garnacha und Tempranillo, die auf speziellen Böden mit kontinentalem Klima des Weinbergs Finca de Legardeta kultiviert werden, die der Familie schon seit Jahren gehören. Neben der Bodega Julián Chivite in Cintruénigo, besitzt das Unternehmen auch andere Einrichtungen in der navarrensischen Gemeinde Aberín (Viñedos y Bodegas del Señorío de Arínzano) und Rioja (Bodega Viña Salceda).

Marco Real wurde in den späten 80er Jahren von Antoni Catalán, zusammen mit einer Gruppe von Freunden und Mitarbeitern seiner Hotelkette, gegründet. Jetzt gehört die Bodega jedoch zur Familie Belasco, Inhaber der La Navarra-Gruppe, der es schnell gelungen ist, den Umsatz des Weinguts zu beleben, indem sie die Weine von Marco Real den wichtigsten inländischen und ausländischen Märkten zugänglich machten. Ihre eigene Rebfläche umfasst 200 Hektar, die sich in den Ortschaften Torres del Río, Olite, Santacara und Corella befindet. Derzeit produziert und vertreibt das Weingut junge Rot-, Rosé- und Weißweine, und auch Crianza- und Reserva-Weine, unter den Namen Homenaje, Marco Real und Señorío de Andión, sowohl in sortenreiner Qualität als auch als Cuvée.

Pago de Larrainzar machte seine ersten Schritte, auf Initiative der Canalejo Lasarte, im Jahr 1996. Sie besitzen 15 Hektar Rebfläche, die rund um das Weingut gelegen ist, auf Böden aus Stein und Kiesel, Ton und Sand, auf 575 Meter Höhe und auf einem Weinberg, der an das Kloster von Irache angrenzt. Die technische Leitung untersteht dem renommierten Önologen Ignacio de Miguel. Er bereitet den Rotwein Pago de Larrainzar und den Raso de Larrainzar. Letzterer, aus dem Jahrgang 2007, ist ein modernere Wein, mit mehr Tempranillo in seiner Assemblage und einer kürzeren Reifezeit. Seine neueste Innovation ist der Rotwein A Mis Amigos, mit 70 % Tempranillo, 15 % Merlot und 15 % Cabernet Sauvignon und 13 Monaten in französischen Eichenfässern.

Bodegas San Martin wurde 1914 in dem Dorf San Martin de Unx, in der Zone Baja Montaña, nach dem Zusammenschluss einer Teilhabergruppe, gegründet. 2001 wurde mit der Eröffnung neuer Einrichtungen ein neuer Qualitätssprung erzielt. Auf ihrer 600 Hektar großen Rebfläche wird vorzugsweise die einheimische Sorte Garnacha kultiviert, mit einem durchschnittlichen Alter von über 25 Jahren. Die Vermarktung der Weine erfolgt unter dem Namen Ilagares (weiß, rosé und rot), ein Crianza und ein Reserva (100 % Tempranillo). Unter dem Namen Señorío de Unx und Alma de Unx vermarkten sie einen Garnacha-Sortenwein mit malolaktischer Gärung in Fässern aus navarrensischer Eiche und anschließender Reife von bis zu 7 Monaten.

Domaines Lupier ist das Beispiel für Terroir-Weine. Die Kellerei befindet sich in San Martín de Unx, in der Baja Montaña und ist ein Projekt von Enrique Basarte und Elisa Úcar. Aus ihrer Überzeugung heraus, dass ein großer Wein im Weinberg entsteht, suchten und untersuchten sie die Terroirs in verschiedenen Zonen, bis sie gefunden hatten, was sie wollten. Sie kauften siebenundzwanzig kleine alte Weinberge mit Garnacha, mit verschiedenen Böden, Ausrichtungen und Höhen. Sie produzieren zwei Rotweine, die Domaines Lupier El Terroir und Domaines Lupier La Dama, beide mit alten Garnachas, die 1903 gepflanzt wurden, und 14 Monate in französischen Eichenfässern reifen.

Standort des D.O. Navarra