Wein nach Herkunftsbezeichnung D.O. Málaga-Sierras de Málaga

Der Wein, der aus dem Meer kam

Es gab eine Zeit, in der die Malaga-Weine voller Prestige waren. Er wurde auf den Höfen in ganz Europa konsumiert und auf den Märkten des gesamten Kontinents und in Amerika gehandelt und war sogar berühmter als die Jerez-Weine. Der authentische Malaga-Wein ist die Pracht unter den großzügigen, tiefen, süßen Weinen, geheimnisvoll in seiner lichtdurchlässigen Dunkelheit. Nach wie vor befindet er sich unter den Weinen die weltweit an erster Stelle stehen, die nach Trockenheit streben und bis hin zu dem Pajarete mit einer sanften Leichtigkeit einen Alkoholgehalt von 20 % Vol. erreicht.

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Ein sehr blumiger Weißwein

Spanien   D.O. Málaga-Sierras de Málaga (Andalusien)

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Conoce D.O. Málaga-Sierras de Málaga

Der Weinbau und die Weinbereitung sind, seit ihre Küsten im 9. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern besiedelt wurden, eng mit der sozialen und wirtschaftlichen Geschichte der Provinz Malaga verbunden . Der Weinberg und Wein waren kulturelle und wirtschaftliche Kernbereiche der verschiedenen Völker gewesen, die sich im Gebiet der heutigen Provinz Malaga niedergelassen hatten.
Die Phönizier, Römer, Byzantiner, Westgoten sowie die muslimischen und christlichen Kulturen behielten den Weinbau und die Weinherstellung, als strategischen Anbau und als strategisches Produkt ihrer Volkswirtschaften, bei. Es gibt zahlreiche historische Belege, die die Bedeutung der Rebe und des Weins in der Provinz Malaga bezeugen. Während der muslimischen Ära war der Wein auch als „Xarab al Malaqui“ (Sirup aus Malaga) bekannt. Er wurde von vielen Dichtern und Schriftstellern im Laufe der Geschichte gefeiert. In England war er unter dem Namen „Malligo Sack" oder „Mountain" bekannt, und in Frankreich als „Vins de Málaga".

Seine Bedeutung war so groß, dass bereits Ende des 15. Jahrhunderts, durch den ausdrücklichen Willen der Katholischen Könige, die erste Erzeugergemeinschaft spanischer Winzer gegründet wurde: La Hermandad de Viñeros (die Winzer-Bruderschaft). Aber im 18. und vor allem im 19. Jahrhundert waren die Weine von Malaga zwei großen Spannungen ausgesetzt: der Reblaus, die genau im Jahr 1874 nach Malaga kommt, und den zahlreichen Nachahmungen, als Konsequenz aus dem Prestige, die die Weine erlangt haben.
Gerade um Fälschungen zu verhindern und um die allgemeinen Interessen des Weinhandels zu schützen wurde im Jahr 1806 durch einen Königliches Erlass das „Casa y Compañía de Comercio de Viñeros“ (Handelshaus und -gesellschaft der Weinbauern Málagas) gegründet. Doch mit Einzug der Reblaus erlitten sowohl Weinbau und -handel einen harten Schlag, und die Weinberge haben sich nie aus dieser Krise erholt. Das Handelskapital wurde auf andere Tätigkeiten umgeleitet und dazu kam der Ansehensverlust durch fragwürdige Praktiken sowie eine notwendige Umstrukturierung der Weinberge. Das war die Krise dieser Weine. Die Typologie der Malaga-Weine war in der Vergangenheit umfangreich und komplex, aufgrund ihrer Antike und ihrer Exporttradition, dem Können der Winzer, Weingutbesitzer und der beteiligten Dorfgemeinschaften, der einheimischen Sorten, der Landschaft des Anbaugebiets – die traditionell aus allen Gemeinden besteht, die jetzt die Provinz Malaga und einige Nachbarprovinzen bilden – und aufgrund der traditionellen Lieferanten von Weinerzeugnissen an die Stadt Malaga, die durch ihren Hafen zum strategischen Zentrum für den internationalen Weinhandel wurde.

Tatsache ist, dass die Malaga-Weine, deren Qualität über viele Jahrhunderte lang unangefochten blieb, langsam wieder ihr altes Image aufbauten. Im Jahr 1932 wurde dann die D.O. Málaga konstituiert. Die Zeit des Stillstands durch die Reblaus, und die ungleichmäßige Antwort auf die besagte Situation in dem Gebiet, führte zur Aufplitterung der Rebfläche, die damals 110.000 ha einnahm, und wurde in allen Gemeinden der Provinz Malaga umgesetzt. Heute wird diese historische Tatsache wirklichkeitsgetreu widergespiegelt, da die Reben ausgiebig verbreitet sind und sich mehr oder weniger auf die Länge und Breite der Provinz ausdehnen, was sich auch auf die Sortenvielfalt in den Weinbergen auswirkt. Derzeit umfasst die D.O. Málaga etwa 1300 Hektar registrierte Weinberge, die von etwa 480 Weinbauern bewirtschaftet werden und etwa 45 Bodegas bereiten Wein.

Klima, Boden und Sorten

Die Provinz Malaga besteht aus mehreren unterschiedlichen Gebieten. Jedoch ist das ganze Gebiet im Allgemeinen dadurch gekennzeichnet, dass es sehr gebirgig ist und artikuliert sich durch zahlreiche Gebirgsketten, die Ausläufer des Sierra Nevada-Gebirges sind.
Die Weinparzellen befinden sich auf Höhenlagen von Normalhöhennull bis auf 1000 Metern über dem Meeresspiegel, wodurch sich zahlreiche Mikroklimata bilden.
Das Klima der Weinbauregion entspricht der des Mittelmeerklimas, das sich durch milde Winter, trockene Sommerperioden und sehr wenige Regentage auszeichnet. Zahlreiche Sonnenstunden, durch die Lage auf dem südlichsten Breitengrad der europäischen Mittelmeerküste, sorgen für ein hohes Qualitätspotenzial der Reife und Überreife der Trauben. Dieses wird aber auch von dem Temperaturpuffer, durch die strategische Lage am Eingang zum Atlantik, der gebirgigen Topographie und der Nähe zum Meer mitbestimmt. La Axarquía und Los Montes weisen schieferhaltige und nicht sehr tiefe Böden auf. Die Oberfläche ist zerklüftet, hat steile Hänge, dich sich in alle Himmelsrichtungen hin ausrichten. Die Nähe zum Mittelmeer fördert milde Temperaturen im Sommer, mit Niederschlagsmengen von zwischen 300 und 700 mm, was in den trockeneren Gebieten für die traditionelle Anbaumethoden der sonnenverwöhnten Traube ideal ist. In Montes gibt es während der Traubenreife bedeutende Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Die Comarca Serranía de Ronda zeichnet sich durch ihre Böden aus Kalkstein und Hängen aus, und durch hohe jährliche Niederschläge, trockene, heiße Sommer, einer Höhe von 600 bis 1.000 Metern und größeren Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. In der Umgebung von Manilva findet man sanft abfallende Albariza-Böden vor, die einen hohen Kalkgehalt haben. Die Nähe zum Atlantik erlaubt ein feuchteres und kühleres Sub-Klima. Die Nordzone befindet sich im Hochland von Antequera, auf mindestens 400 Meter über dem Meeresspiegel, hat tiefgründige Böden aus kalkhaltiger Braunerde und in der Regel geringe Steigungen. Da es sich um eine Zone im Inland der Provinz handelt, ist ihr Klima eher kontinental, mit extremeren Temperaturen im Sommer und Winter.

Für die Herstellung der Weine aus dem Gebiet mit der Ursprungsbezeichnung Málaga werden hauptsächlich weiße Sorten mit Pedro Ximénez und Moscatel de Malaga verwendet, obwohl auch die Sorten Moscatel de Alejandría, Moscatel Morisco oder Moscatel de grano menudo, Lairén, Doradilla und Rome autorisiert sind.

Arrope oder eingekochter Traubenmost

Ein weiteres Element der klassischen Malaga-Weine, ist der klassische Arrope, eingekochter Traubenmost, der auf 30 % seines Volumens reduziert und dem Grundwein vor oder nach der Gärung zugesetzt wird. Der nächste Schritt nach dem Arrope ist der „Vino de color“ (Farbwein), auch „Pantomima“ genannt, für dessen Produktion sich der Most einer längeren Kochzeit unterzieht, wobei er bis auf die Hälfte seines Volumens reduziert wird.

Herstellung und Arten des Malaga-Weins

Es werden zwei große Gruppen unterschieden: Likörweine mit 15 Vol.% bis 22 Vol.%, mit Alkohol versetzt, und Weine ohne die Zugabe von Alkohol, unter denen sich die natursüßen Weine ab 13 Vol.% aus überreifen Trauben befinden.

Je nach Reife tragen die Weine unterschiedliche Namen auf dem Etikett: Málaga Pálido, 0 Monate Reife; Málaga, 6 bis 24 Monate Reife; Málaga Noble, 2 bis 3 Jahre Reife; Málaga Añejo, 3 bis 5 Jahre Reife; und Málaga Trasañejo, mehr als 5 Jahre Reife.

Málaga Blanco Dulce (weißer Süßwein). Bei seiner Herstellung wird die Gärung unterbrochen und erreicht so einen höheren Alkoholgehalt und konzentrierten Most, der Arrope genannt wird. Es ist der Grundwein aller Malaga-Weine, mit Ausnahme der trockenen Weine. Er stammt aus Trauben von Pedro Ximénez oder Moscatel, die einige Tage lang auf Trockenflächen, den Paseros, von der Sonne getrocknet werden. Dann gewinnt man den Vorlaufmost und die ersten Pressungen, die „Lágrima“ und „Pisa“. Die Gärung erfolgte traditionell in offenen Eichenfässern, genannt „Botas“.

Málaga Seco (trockener Malaga-Wein). Dieser Wein hat in der Regel einen höheren Alkoholgehalt und wird aus einem Most hergestellt, der eine vollständige Gärung durchlaufen hat. Ein typischer trockener Málaga-Wein hat 17-18,5 Vol.%, während der Alkoholgehalt der süßen bei zwischen 15,5 und 17 Vol.% liegt. Die besten trockenen Málaga-Weine verbringen eine lange Zeit in Kontakt mit dem Holz und erhalten dadurch einen sehr geruchsintensiven Charakter, der dem der Sherrys oder Montilla-Moriles ähnelt.

Vino Tierno. Der Vino Tierno wird aus Trauben hergestellt, die früh gelesen, 7 Tage lang von der Sonne getrocknet, gekeltert oder auf ein Achtel gepresst werden. Er dient dazu, die herberen und trockeneren Weine zu süßen. Er ist sehr süß und hat einen niedrigen Alkoholgehalt.

Pajarete. Hier handelt es sich um einen Likörwein, oder natursüßen Wein, mit einem Gesamtzuckergehalt von 45 g/l und 140 g/l ohne Zusatz von Arrope. Er wird einem Alterungsprozess unterworfen. Sein Farbe ist Bernstein bis dunkler Bernstein.

Vino Maestro. Hier kann es sich um einen einfachen Mistela-Wein handeln. Er wird aus einem mit Alkohol von bis zu 17 Vol.% aufgespriteten Most, oder einem bis zu 8 Vol.% aufgespriteten Wein mit langsamer Gärung, erzielt.

Vino de licor (Likörwein). Der Likörwein ist eine Mischung aus Arrope, Farbzugabe und Branntwein.

Vino de lágrima (Lágrima-Wein). Er wird auch als „Virgen“ oder „de gota“ bezeichnet. Er wird ausschließlich aus der ersten Pressung gewonnen, und kann mit Arrope oder anderen Zugaben angereichert sein.

Vino borracho. Der „Vino borracho“ ist eine Mischung aus den gleichen Teilen Wein und Alkohol. Einige Weingüter verwenden ihn anstelle von reinem Alkohol, um den Wein zu stärken, da er das Gleichgewicht des Endprodukts weniger beeinträchtigt.

Es ist auch für den internationalen Markt unter den englischen Bezeichnungen sweet, cream, brown, dunkel oder golden zu finden, die seine Charaktereigenschaften definieren.

D.O. Sierras de Málaga

Das Weinbaugebiet D.O. Sierras de Málaga entspricht der D.O. Málaga. Die D.O. Sierras de Málaga wurde offiziell erst viele Jahre später gegründet, nämlich im Jahr 2000. In ihrem Bereich wird das Untergebiet Serranía de Ronda anerkannt.
Wenn man die Wurzeln der D.O. Sierras de Málaga verstehen möchte, ist die Reblausplage ein unumgängicher Aspekt, da durch sie die Rebfläche reduziert wurde. Auch entstand ein Verlust der Sortenvielfalt, wodurch kleine oder mittelgroße Weingüter mit eigenen Weinbergen entstanden sind. Auf diese Weise wurde der Ausdruck des Terroirs und die Wiederherstellung einer Tradition gefördert, die sogar die aktuellen Herstellungsmethoden und auch die Reifeprozesse von Rot-, Weiß- und Roséweinen weiterentwickelt hat. Hier wurden historische weiße und rote Sorten und andere Sorten des Gebiets implantiert. Darunter befinden sich auch die Rebsorten aus den Versuchsfeldern, die 1995 von der Regionalverwaltung angelegt wurden. Diese haben sich dem Gebiet perfekt angepasst und aus ihnen werden die Qualitätsweine unter der D.O. Sierras de Málaga gewonnen.

Im Grunde besteht der Unterschied zwischen der D.O. Málaga und der D.O. Sierras de Málaga darin, dass letztere „stille“ Weine, mit einem Alkoholgehalt von 10 bis 15,5 Vol.% und einem Zuckergehalt von weniger als 12 g/l herstellt. Sie werden als Weiß-, Rot- und Roséweine klassifiziert. Die Qualitätsstufen ihrer Reife können klassifiziert werden als: Crianza, mit einer Mindestreife von 2 Jahren, wovon sie 6 Monate in Eichenfässern reifen müssen; Reserva, mindestens 3 Jahre Reife, davon 12 Monate in Eiche, und der Gran Reserva mit einer Mindestreife von 5 Jahren, davon 24 Monate in Eichenfässern.

Die weißen Sorten, die der D.O. autorisiert sind, sind Pero Ximen (Pedro Ximenez), Moscatel de Alejandría, Moscatel Morisco (Moscatel de grano menudo), Chardonnay, Macabeo, Colombard, Sauvignon Blanc, Lairen, Doradilla, Gewürztraminer, Riesling, Verdejo und Viognier. Bei den Rotweinen sind es die Sorten Romé, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Tempranillo, Garnacha, Cabernet Franc, Pinot Noir, Petit Verdot, Graciano, Malbec, Monastrell und Tintilla de Rota.

Weine und Weingüter

Eines der Probleme, um die Malaga-Weine besser kennen zu können, ist die Vielfalt und Komplexität ihrer traditionellen Herstellungsmethoden gewesen, die ihrer Vielfalt an Namen und Erzeugnissen entsprechen. Daher hat der Malaga-Wein eine viele Farben, von gelb bis schwarz, mit blumigen und fruchtigen Aromen bei den jüngeren Weinen. Bei den älteren Weinen sind diese komplexer, mit Geschmacksrichtungen angefangen von den Sortenweinen selbst bis hin zu sehr gealterten Weinen, von trockenen bis hin zu süßen.

Die Weinhersteller verwenden diesen süßen Weißwein, und eine bemerkenswerte Anzahl von weiteren Zutaten, für die Weinkomposition. Einige Kellereien benutzen dazu viel Arrope, für einen karamellisierten, fast verbrannten Geschmack, denn das ist es, was viele Weinliebhaber von einem Malaga-Wein erwarten. Andere Kellereien hingegen begrenzen den Arrope-Anteil, um elegantere Weine zu erzielen, die dem „Jarabe“ weniger ähneln. Ein klassischer Wein aus Malaga ist – neben dem üblichen Süßwein – Arrope, Vino Tierno oder Vino Maestro, und mit einer finalen Zugabe von Alkohol oder „Vino borracho“. Die Kellereikunst liegt darin, aus diesen ganzen Elementen ein harmonisches Ganzes zu schaffen, was eine äußerst komplizierten Aufgabe ist.

Ein gutes Beispiel für diese neue Generation von Weinen ist Jorge Ordóñez, aus Malaga, mit Bodegas y Viñedos Botani, in der Region Axarquía, zusammen mit der Familie Kracher und anderen Partnern. Hier der renommierte österreichische Winzer Alois Kracher der Schöpfer dieser Weine. Seinem Sohn Gerhard unterliegt im Moment die technische Leitung. Die Philosophie der Kellerei war es, das alte Ansehen der Malaga-Weine wieder herzustellen und einen nicht gespriteten Dessertwein mit Hilfe der neuesten Technologie zu bereiten. Dabei waren sie auch Vorreiter für die Entwicklung eines trockenen Moscatels. Sie bereiten verschiedene Weinarten, sowohl mit der Herkunftsbezeichnung D.O. Sierras de Málaga unter dem Namen Botani, als auch mit der Herkunftsbezeichnung D.O. Málaga unter dem Namen Jorge Ordóñez & Co. Unter dem Namen Botani und der Herkunftsbezeichnung D.O. Sierras de Málaga bereiten sie den Blanco Seco, hergestellt aus 100 % Moscatel de Alexandría, von frische Aromen, frisches Obst, weiße Blumen, ausdrucksvoll und schmackhaft, mit gutem Säuregehalt; den Rotwein Botani Garnacha, mit Aromen von roten Früchten, balsamisch, mit duftenden Kräutern, geschmackvoll, reifer Frucht und gutem Säuregehalt; und einen Botani Schaumwein 100 % Moscatel de Alexandría. Unter der D.O. Málaga verwenden sie ausschließlich Moscatel de Alejandía. Besonders erwähnenswert sind hier Selección Especial Nº1 Blanco, natursüß, mit einem potenten Aroma, blumig, Honignoten, kandierte Früchte, duftende Kräuter, lecker, süß, frisch, guter Säuregehalt und langer Abgang; Victoria No. 2 Blanco, natursüß, spiegelt die neue Vision der Malaga-Weine wider, mit einer perfekten Harmonie zwischen Konzentration und Subtilität und ist repräsentativ für diese Region voller Sonnenschein und Geheimnisse, sehr frischer Geschmack, mit vielen exotischen Aromen, einem Hauch Mineralität und einem sehr persistenten Geschmack; Viñas Viejas Nº3 Blanco, natursüß, Fassausbau, hoch komplexe und intensive Aromen, darunter überwiegend Steinobst; und der Esencia Nº4 Blanco, natursüß, 2 Jahre Gärung in französischen Eichenfässern, exotische Duftnoten mit Noten von Früchten, Melone, Honig und Blütenessenzen und einem intensiven Gaumen mit süßem Pfirsichkompott, Birne, süßer Guave und eine würzige Säure im Hintergrund, die Energie und Konzentration verleiht.  

Ein weiteres relativ neues und andersartiges Projekt ist La Melonera in der Serranía de Ronda. Die Bodega gehört zur Perelada-Gruppe und wird von Mas Martinet Assessoraments beraten. Auf 800 Metern sind verschiedene kleine Parzellen gepflanzt, die von Steineichen umringt sind. Sie sind mit den Sorten Syrah, Garnacha und Monastrell sowie mit einigen autochthonen Sorten, wie Romé, Tintilla de Rota und Melonera bestockt.
Derzeit produzieren sie zwei Rot- und einen Weißwein unter den Namen Payoya Negra, und La Encina del Inglés als Rot- und Weißwein, und zwei Rotweine der Colección MHV (Manking Heritage Vines), den Yo Sólo und Embajador Glávez, beide aus einheimischen Sorten, von denen einige seit der Reblausplage fast ausgestorben sind. Hergestellt werden sie von dem Önologen Delfi Sanahuja, Schöpfer der Kollektion ExEx in Castillo de Perelada, und von Ana de Castro, einer junger Önologin des Weinguts La Melonera, die sich dem Erbe dieser einzigartigen Rebsorte verschrieben haben.
Yo Sólo ist ein Wein aus 100 % Rome, einer Rebsorte die zu 100 % andalusischen Ursprungs ist und ist eine Hommage an den Malagener Bernardo de Gálvez, Vizekönig von Neuspanien und Schlüsselperson im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Er hatte zur Verbreitung der andalusischen Sorten als Grundlage für den Weinbau in Kalifornien (Alta California und Baja California) beigetragen.
Embajador Galvés ist ein weiterer Rotwein, 67 % Tintilla de Rota und 33 % Rome. Er würdigt die Geschichte des Botschafters (Embajador) Miguel Gálvez, als er im Jahr 1791 der Kaiserin Katharina II. Proben der großartigen Malaga-Weine zukommen ließ, wodurch die Malaga-Weine das Einfuhrrecht für Russland erlangten.

Ein Beispiel für ein traditionelles Weingut ist Málaga Virgen. Bodegas Málaga Virgen, gegründet im Jahr 1885, hier werden schon seit Gründung von El Viso durch die Gebrüder López von Burgos, und jetzt von den Enkel der López-Brüder, den Gründern dieses jahrhundertealte Hauses, noch immer alte Weine in einer stillen Landschaft bereitet, die sich dem Trubel der Stadt nicht beugt.
Ihre 500 Hektar Rebfläche, von der mehr als die Hälfte bei der Kontrollbehörde registriert sind, sind zwischen dem Norden und den Hängen des Gebiets Axarquía aufgeteilt, wo ein großer Teil der Weinberge zum Anwesen Vistahermosa gehört. 
Die verschiedenen Generationen passten die Weine stets auf den Geschmack der jeweiligen Epoche an. Auf diesem Weg brachte der Quina San Clemente während der fünfziger Jahre der Bodega López Hermanos eine große Beliebtheit auf dem spanischen Markt ein.
Später überließ Quina dem Málaga Virgen den Vortritt, der dank erfolgreicher Werbekampagnen und einer hervorragenden Qualität einen sehr hohen Beliebtheitsgrad erreichen konnte. Málaga Virgen wurde so zum beliebtesten Süßwein der Bodega und Marktführer in seiner Kategorie.
Zwei Premiumprodukte sind derzeit Cartojal und Tres Leones, die die Moscatel-Weine revolutioniert haben. Auch stehen die sehr alten Malaga-Weine (Trasañejos) mit mehr als fünf Jahren Reifezeit diesen in nichts nach: PX Don Juan, Moscatel Don Salvador (benannt nach den Großeltern der heutigen Besitzer) und Seco Trasañejo. Es sind Weine, die schon fast seit der Gründung in „Botas“-Fässern reifen und eine sehr begrenzte Produktionsmenge haben. Sie vereinen außergewöhnliche organoleptische Eigenschaften und sind der Stolz einer Winzerfamilie, die sich zum Flaggschiff für die Wiederherstellung der glorreichen Vergangenheit dieser alten Málaga-Weine entwickelt hat. Auch füllen sie unter der D.O. Sierras de Málaga unter folgenden Namen ab: Barón de Rivero Blanco Chardonnay, Verdejo und Rosado 1005 Syrah, sowie Pernales, auch 100 % Syrah, mit einer Reifezeit von 18 Monaten in neuen Fässern aus französischer (80 %) und amerikanischer Eiche.

Standort des D.O. Málaga-Sierras de Málaga