Wein nach Herkunftsbezeichnung D.O. La Palma

Kanarische Weine mit starken orografischen Kontrasten

Mit einer Fläche von 726 km2 und einer beeindruckenden Orographie ist La Palma die Insel, deren Erhebungen im Verhältnis zu ihrer Oberfläche die weltweit größten darstellen. Aufgrund ihrer Kontraste und ihrem Licht, ihren hohen Gipfeln, tiefen Schluchten, üppigen Wäldern und farbenfrohen vulkanischen Gebieten hat sie sich den Beinamen „Isla bonita“ (schöne Insel), wie sie oft genannt wird, redlich verdient. La Palma verfügt über einen große Reichtum von Traubensorten und moderne Weinbaumethoden. Deshalb darf man mit angenehmen Überraschungen rechnen, und nicht nur bei ihren klassischen weißen Malvasia-Weinen und den süßen Erben der historischen „Canary Sack“-Weinen, sondern auch bei Rosé- und Rotweinen, die man in ausgezeichneter Qualität vorfindet.

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Victoria Torres Malvasía Seco 2019

Ein Weißwein aus vulkanischer Malvasía, ein unverzichtbarer Wein der Kanaren...

Spanien   D.O. La Palma (Kanarische Inseln)

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Spanien   D.O. La Palma (Kanarische Inseln)

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Spanien   D.O. La Palma (Kanarische Inseln)

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Ein vulkanischer Rotwein, süffig und zart

Spanien   D.O. La Palma (Kanarische Inseln)

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Persönlichkeit und Frische mit der gesamten kanarischen Energie

Spanien   D.O. La Palma (Kanarische Inseln)

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Victoria Torres Rosado 2018

Roséwein aus Negramoll, vulkanische Persönlichkeit und kanarische Authentizität

Spanien   D.O. La Palma (Kanarische Inseln)

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Conoce D.O. La Palma

Die Insel La Palma ist Teil der Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean, in Nordafrika, in der Nähe der Südküste von Marokko und der Sahara, und bildet eine der siebzehn autonomen Gemeinschaften Spaniens.
Die Geschichte der Weinstocks und des Weins auf den Kanarischen Inseln beginnt im fünfzehnten Jahrhundert, als Siedler die ersten Reben anpflanzten, um den Wein für den lokalen Konsum anzubauen, anstatt ihn zu importieren. Diese Siedler, mit den unterschiedlichsten Herkünften, brachten die besten Rebstöcke ihrer jeweiligen Regionen und Länder mit und bestockten damit die ihnen zugeteilten Landstücke.

Es wird angenommen, dass die ersten Reben auf der Insel La Palma, welche von den Eroberern mitgebracht wurden, im Jahr 1505 gepflanzt wurden. Bereits im sechzehnten Jahrhundert erlangt der Wein der Kanaren Qualität und Prestige und wird sogar im Jahr 1515 nach Madeira, 1517 nach Jerez und 1519 nach England exportiert. Dieser Boom ist vor allem auf die hohe Qualität des süßen Malvasia-Wein zurückzuführen, der auch als „Canarias“ oder „Canary“ bekannt ist. Aber auch darauf, dass die strategische Lage durch den Transitverkehr der Schiffe, zwischen den Kontinenten Europa, Amerika und Afrika, den Export erheblich erleichterte. Der Wein war aber auch ein guter Ersatz für das Zuckerrohr, dessen Markt von Amerika übernommen wurde.

Kurz gesagt, die Geschichte lehrt uns, dass viele Loblieder auf die kanarischen Weine gesungen wurden: Shakespeare, Walter Scott, Góngora, Alexis Kuprin, Goldoni, Maine Reid, Spillman, König Karl III.... wo die verführerischen Malvasa-Weine in den Palästen und den großen europäischen Höfen Einzug erhielten.  Dieser berechtigte Ruhm und die privilegierte geographische Lage der Insel, die für diese Handelsroute einen beinahe obligatorischer Zwischenstopp darstellte, brachten den Weinhandel zum Blühen und machten ihn zur wichtigsten Einnahmequelle. Im Jahr 1848 verzeichnen die Canarios-Weine einen enormen Rückgang. Durch den Befall von echtem und falschem Mehltau erleidet die Ernte einen schweren Rückschlag. Mitte der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurde der Weinbaubetrieb außerdem durch den Beginn des Bananenanbaus immer mehr eingestellt.

Jedoch erlebt der Sektor des Inselweins mit der Schaffung der D.O. La Palma im Jahr 1994 eine grundlegende Veränderung: verlassene Weinberge werden wieder bewirtschaftet und neue gepflanzt, der Wein wird innerhalb und außerhalb der Insel immer bekannter und zu einem guten Preis gehandelt.
Bis heute ist es eine kostspielige Transformation gewesen, bei der es so schien, als ob die Weinsorten und deren Eignung nie auf der Insel ankämen. Vielleicht lag es an der großen Entfernung zu den Innovationen auf der Halbinsel. Seit einigen Jahre aber erreichen die Erneuerungen der Bodegas des spanischen Festlandes die Insel. Trotz der schwierigen Wetterbedingungen ist die moderne Önologie auf La Palma nun Wirklichkeit geworden.

Vielleicht blieben die Kanarischen Inseln auch aufgrund jener Entfernung zum Festland von der Reblausplage verschont. Deshalb verwandelte sie sich in ein wahres Museum für Weinreben, mit mehr als 33 Rebsorten, einige existieren heute nicht mehr, aber sie ist nach wie vor eines der größten und vielfältigsten ampelographischen Reichtümer der Welt. Eine der Besonderheiten des kanarischen Weinbergs ist die, dass die Rebsorten direkt aus dem Rebholz gepflanzt werden und auf ihre eigenen Wurzeln kultiviert werden. Das hat große physiologische und önologische Vorteile, da die Weine mit der Reinheit der Rebsorte ohne den Einfluss einer Unterlage angebaut werden. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sie zwischen dem fünfzehnten und achtzehnten Jahrhundert von Europa eingeführt wurden, also noch bevor die Reblaus die die Weinberge befallen hatte. Deshalb sind die Reben hier mit einem hohen Reinheitsgrad erhalten geblieben.

Klima, Boden und Sorten

Der Weinbau auf La Palma erstreckt sich praktisch über die ganze Insel. Er geht sogar so weit, dass viele Landwirte den Wein als komplementären Anbau betreiben. Die Weinherstellung erfüllt sie mit Stolz und ist ein wirtschaftlicher Anreiz. Derzeit sind etwa 1.100 Winzer und 20 Kellereien erfasst, und etwas mehr als 600 Hektar Rebfläche, auf 200 bis 1.200 Meter Höhe, auf einem Streifen gelegen, der die Insel fast kontinuierlich umgibt. Dieser Produktionsbereich ist in drei Regionen oder Untergebiete unterteilt: Norte de La Palma, Hoyo de Mazo-Las Breñas und Fuencaliente-Las Manchas.

In der nördlichen Region, die auch als die Region des „Tea-Weins“ bekannt ist, werden die Rebstöcken im Spaliersystem und im äußersten Norden im Gobelet-System erzogen. „Tea-Wein“ wird er aufgrund seines besonderen harzigen Geschmacks genannt. Diese Eigenschaft besitzt er, weil er in Fässern ausgebaut wird, die aus dem Mittelstück der Stämme, oder dem Kernholz, von kanarischen Kieferbäumen hergestellt werden . Am interessantesten sind die gut ausgebauten Roséweine, die diesen „Tea“-Geschmack deutlich zeigen – Sie sind eine önologische Kuriosität, die es sich zu entdecken lohnt. Die häufigsten Rebsorten in diesem Untergebiet sind Negramoll, Listán Blanca, Albillo, Almuñeco und Verdello.

Das Gebiet Fuencaliente liegt im Süden der Insel La Palma, auf dem südlichen Scheitelpunkt. Es besitzt den bemerkenswertesten Weinberg und auch den bekanntesten, dank der historische Bedeutung seiner Malvasia-Weine. Sein Weinberg klettert in Form von kriechenden Reben durch die steilen Hänge der Vulkane. Sein Anbau erfolgt auf Böden mit Schlacken, Pflasterstein und Vulkanasche, deren Schicht manchmal über zwei Meter dick ist und in den windigsten Gebieten werden Windschutzmauern aus vulkanischem Gestein verwendet. Die Rebsorten, die in der Gegend am häufigsten vorkommen, sind: Malvasía Candia, Listán Blanca, Bujariego, Gual, Verdello, Bastardo Blanca, Sabro und Negramoll. Am beachtenswertesten Weine sind die süßen Malvasia-Weine, bernsteinfarben, mit einem berauschendem Aroma und mit bitterem und sauren Geschmack gleichzeitig.

Die Region Las Manchas liegt südwestlich der Insel und umfasst die Gemeinden von El Paso und Los Llanos de Aridane. Die kriechenden Reben des Weinbergs werden auf steinigen Böden mit steilen Hängen kultiviert. Die am häufigsten vorkommenden Rebstöcke sind Listán Blanca, Negramoll und Bujariego.

Die Region Hoyo de Mazo y las Breñas liegt im Osten der Insel. Ihre Weinberge, in Form von Terrassen, werden in kriechender Form auf den Hängen der Vulkane kultiviert, manche wachsen auf einer Unterlage aus Vulkangestein und andere auf Vulkanasche. Die wichtigsten Sorten sind in diesem Bereich die Negramoll und Listán Blanca, die mit kleinen Bepflanzungen nicht heimischer Sorten ergänzt werden.

Weine und Weingüter der D.O. La Palma

Es gibt verschiedene Weinarten der D.O. La Palma, wie zum Beispiel trockene Weißweine, die gewöhnlich aromatisch und leicht sind, mit frischen Aromen von Blüten und Früchten. Überwiegend handelt es sich um junge Weine. Das verstärkt die persönliche Note der verarbeiteten Sorten, von denen die bekanntesten Listán Blanco, Bujariego und Albillo sind. Es werden auch Rot- und Roséweine produziert. Die meisten davon sind junge Weine. Negramoll ist die Varietät, aus der die meisten Weine hergestellt werden, auch wenn manchmal andere Minderheitsanteile hinzugefügt werden, wie Listán Prieto, Almuñeco usw.
Ein sehr charakteristischer Wein des nördlichen Untergebiets sind die so genannten Tea-Weine. Hierbei kann es sich um Weiß-, Rosé oder Rotweine handeln. Sie erwerben ihre Qualitäten durch die Reife in Behältern aus dem Kernholz des „Pinus canariensis“ (Tea oder Kanarische Kiefer). Im Norden von La Palma unterscheiden wir zwei weitere Gebiete: das Nordwest-Gebiet und das Nordost-Gebiet. Beide unterscheiden sich in Bezug auf Weinbautechniken, Sorten und handwerkliche Ausbautechniken. Die Tea-Weine haben im Nordwest-Gebiet die größte Tradition. Ein Steilhang, der durch zahlreiche tiefe Schluchten zerklüftet ist, wo sich die Weinberge auf Höhen zwischen 800 und 1500 m befinden. Die Tea-Weine werden oft mit mehreren Sorten verschnitten. Weiße Sorten, wie Listán Blanco und Albillo, reifen in der Regel schneller und geben der Cuvée die benötigte Menge Zucker. Die später reifende rote Sorte Negramoll verleiht dem Wein Säure und etwas Farbe, während El Prieto und Muñeco, oder Almuñeco, früher reif sind und den Tea-Weinen eine stärkere Färbung verleihen.

Weitere sehr charakteristische Weine sind die sogenannten natursüßen Weine. Hier ist das Kronjuwel der Malvasia, ein Wein, dessen Rebstöcke vor allem in den Gebieten Fuencaliente und Villa de Mazo angebaut werden. Um diese Weine zu erzeugen, reifen die Trauben so lange an der Pflanze bis sie überreif sind, was die Präsenz von Zucker und den Alkoholgehalt verstärkt. Es sind bernsteinfarbene Weine, edel und überaus aromatisch. El Sabro ist eine weitere wichtige Weinsorte bei der Herstellung von süßen Weißweinen. Jetzt kann man auf der Insel aber auch Rotweine finden, die von Natur aus süß sind und auf Grundlage der Rebsorte Negramoll hergestellt werden.

In der Weinregion D.O. La Palma gibt es große, mittelgroße und kleine Weingüter und ein halbes Dutzend Genossenschaften, unter denen eine der berühmtesten die S.A.T. Bodegas Noroeste de La Palma ist. Die Genossenschaft zählte 50 Mitglieder als sie 1998 gegründete wurde, jetzt 250. Die Weine werden unter der Marke Vega Norte vermarktet. Die Weißweine werden mit Listan Blanco und Albillo hergestellt, die Roten mit Negramoll, Almuñeco und Listán Prieto und die Roséweine mit Negramoll. Bei den Weißweinen gehört der Vega Norte Albillo Criollo zu den Highlights. Ein ausgewählter sortenreiner Albillo, der sieben Monate in französischen Eichenfässern mit leichtem Toasting auf seinen Hefen vergoren ist, mit täglicher Batonnage.

Bodegas Juan Matías y Torres ist das Beispiel für ein sehr kleines Familienweingut. Es ist auch eines der ältesten auf der Insel (1885), das sich im Untergebiet von Fuencaliente befindet. Sie produzieren 3.000 Flaschen von dem Weißwein Matías y Torres mit Listán, 7.000 Flaschen ihres roten Negramoll sowie einen Roséwein. Aber einer ihrer Spitzenweine ist der Colección Minúscula aus Albillo, mit nur 500 Flaschen, wo jedes Etikett ein von Hand bemaltes Originalkunstwerk ist, und auch Malvasía Vid Sur, natursüß, mit einer begrenzten Produktion von 800 Flaschen.

Bodegas Teneguía, mit einer über 60 Jahre alten Geschichte, ist es eines der am häufigsten ausgezeichneten Weingüter auf den Kanarischen Inseln. Es liegt in Fuencaliente. Ihren Weinbau betreiben sie nach alten traditionellen Methoden, die über Generationen hinweg weitergegeben wurden: kriechende Reben, traditioneller Rebschnitt, Jahrhunderte alte Rebsorten, die nur in dieser Gemeinde erhalten geblieben sind, und jahrhundertealte Malvasia-Weinstöcke, wie es sie nur in Llanos Negros gibt, ein Naturpark auf den Hängen des Vulkans San Antonio. Sie bereiten jede Art von Weinen. Weiße Cuvées oder sortenreine, sogar Rosé- und Rotweine und aromatische Malvasia-Weine unter den Namen Teneguía, Caletas, La Gota und Zeus.

Standort des D.O. La Palma