Neue Bewertungen von Parker für Rioja 2018

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Wir haben hier bereits die Bewertungen von Parker für die Weine aus Rioja, eine der wichtigsten spanischen Weinregionen.

Auf den ersten Blick ist die hohe Punktzahl für die Weine hervorzuheben, die in spezifischen Weinbergen hergestellt werden. Luís Gutiérrez wollte den neuen Richtungswechsel mehrerer Produzenten innerhalb der Rioja im Punkteformat hervorheben. Ein anschauliches Beispiel sind die 100 Punkte für Las Beatas 2015 von Telmo Rodríguez in seinem fünften Jahr der Weinbereitung. In dieser Kategorie sollten die 98 Punkte von Artadi Viña El Pisón 2015 erwähnt werden, oder der neue große Lagenwein von Álvaro Palacios in Alfaro; Quiñón de Valmira 2015 mit 97 oder Pozo Alto von Olivier Riviere mit 96 Punkten.

Apropos Jahrgänge – in den Jahrgängen, die Luis von 2014 bis 2017 verkostet hat, zeichnet sich der Jahrgang 2015 als einer der ausgewogensten Jahrgänge aus, bei dem die Lese früh vollzogen wurde und mit einer ausgezeichneten Qualität. Dahingegen war 2014 ein etwas wärmerer Jahrgang, aber besser als der von 2013. Im Jahrgang 2016, den alle als einen der besten der letzten Jahre klassifizieren, nimmt Luis wiederum einige Höhen und Tiefen wahr, da viel produziert wurde und es auf den Hersteller ankommt.

Auf der Ebene der Herkunftsbezeichnung sieht er ebenso wie seine Berufskollegen, zum Beispiel Tim Aktin, eine Trendwende bei den Bewegungen, die sich innerhalb der D.O. vollziehen. Angefangen von der Herstellung eines neuen Schaumwein-Segments in der D.O. bis hin zum wichtigsten Punkt, nämlich dem Beginn, die „Vinos de Pueblo“ (Dorfweine) und lokale Weine zu fördern, so wie wir es bereits in unserem vorherigen Post über die Zoneneinteilung geschildert haben. Was Luis kritisiert, ist die Art und Weise, wie sie das System implementieren. Anstatt dies von der Basis der Qualitätspyramide aus zu schaffen – von wo, wie er glaubt, die Probleme der D.O. aufgrund ihrer niedrigen Preise herrühren – versucht man, die großen Lagenweine besser abzugrenzen, bei denen er jedoch keine Probleme sieht, da sie gut positioniert sind. Diese neue Einstufung und Kennzeichnung wird ab dem Jahrgang 2017 wirksam sein.

In der Region sind neue Projekte entstanden. Rioja And Roll, ein junges Kollektiv, das sich mit sehr interessanten Projekten innerhalb der herausragenden Namen der Rioja positioniert. in ihren Reihen befinden sich große Winzer wie Olivier RiviereAlegre Valgañón, Bárbara Palacios, Artuke und Exopto. Und auch andere neugegründete Weingüter wie Honoro Rubio oder Vinos en Voz Baja sind Schlüssel dieses neuen Aufschwungs.

Luis Gutiérrez legt ebenso Wert auf die Vielfalt der bestehenden Produktionen. Bald kommt der neue Rosé von Tondonia aus 2008 auf den Markt, der aufgrund seiner langen Reifung im Fass untypisch ist und nach 10 Jahren verkauft wird. Oder der neue Lagenwein von Telmo Rodríguez, Tabuérniga, der äußerst vielversprechend ist, oder die Weine mit Cuvées aus verschiedenen Jahrgängen, wie es bei dem Honorio Rubio Añadas der Fall ist.

Mit diesen beiden Faktoren freut sich Luis über das enorme Potenzial der Region, sowohl bei neuen Weinhersteller als auch bei den verschiedenen Ausarbeitungen.

Die Weißweine wachsen weiterhin in der Region. Der zunehmende Anbau von autochthonen Rebsorten wie Tempranillo Blanco und Maturana Blanca und letztere wird von Luis wegen ihres aromatischen Charakters (ähnlich der Godello) und ihrer guten Säure im Mund bevorzugt.

Was die Rebsorten betrifft, so sieht er im Zuge der Verkostungen in der Graciano ein enormes Potenzial. Es existieren immer mehr Sortenweine dieser schwer zu zähmenden Rebsorte. Einer, der heraussticht, ist der Abel Mendoza Grano a Grano Graciano 2014.

Die Garnacha gewinnt weiter an Terroir, vor allem in dem Gebiet, wo das Klima eher mediterran ist, im unteren Gebiet des Flusses Ebro, wo sich Alfaro befindet. Im kältesten Teil von Haro befinden sich auch sehr interessante Fälle, wie Pancrudo 2015 von Gómez Cruzado mit 95 Punkten oder Peña el Gato Garnacha 2015 von Juan Carlos Sacha.

Doch der Name, den es hervorzuheben gilt, ist der von Álvaro Palacios auf dem Monte Yerga. Seit er zum Familienweingut zurückgekehrt ist, hat er unaufhörlich auf diese Rebsorte gesetzt, und heute werden die meisten Weine aus dieser Rebsorte hergestellt. Bemerkenswerte 94 Punkte für Propiedad 2015 oder sein großer Parzellenwein Quiñón de Valmira mit der höchsten Punktzahl der Region.

Was Artadi und sein Ausscheiden aus der Herkunftsbezeichnung betrifft, so wirkte sich das nicht negativ aus. Sie arbeiten weiter und verkaufen auf die gleiche Art und Weise wie zuvor. In diesem Jahr hat sich die Anzahl der abgefüllten Parzellen erhöht: La Laguna, Quintanilla San Martín und Santa Cecilia sind die neuen Weine des Weinguts.

 

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