Weine, Essen und Menschen aus Sanlúcar de Barrameda

Nun sind wir alle mit neuer Frische aus dem Urlaub zurück. Während unser Auszeit hatten wir das Glück neue Regionen Spaniens kennenzulernen. Natürlich hat uns dabei der Wein, sowie die Gastronomie besonders interessiert. Dieses Jahr hat es uns in die Gegend von Sanlúcar de Barrameda gezogen.

manzanillas

Nun sind wir alle mit neuer Frische aus dem Urlaub zurück. Während unser Auszeit hatten wir das Glück neue Regionen Spaniens kennenzulernen. Natürlich hat uns dabei der Wein, sowie die Gastronomie besonders interessiert. Dieses Jahr hat es uns in die Gegend von Sanlúcar de Barrameda gezogen.

Sanlúcar ist eine dieser Städte, in der Wein gelebt wird. Überall sieht man Weinplakate und die Bodegas und Verkaufsstellen stehen dicht an dicht, sodass man die verschiedensten Weine quasi fühlen kann. Die verschiedensten Gerüche von guten Weinen und gutem Essen vermischen sich zu einem Duftnote, an der man sich kaum satt riechen kann.

Im Sommer verdreifacht sich die Einwohnerzahl von Sanlúcar. Besonders am Plaza Cabildo tummeln sich die Menschen. Die Terrassen der einzelnen Restaurants sind immer gut gefühlt. Es gibt gebratene Tintenfische, Shrimpstorten, Anemonen und eine Vielzahl an typisch sanlúakischen Gerichten. Die Menschen nehmen lange Wartezeiten auf sich, um die frisch gekochten Garnelen aus dem Casa Bigote zu probieren. In der Altstadt geht es ein wenig ruhiger zu. Die Einheimischen, die das ganze Jahr über in Sanlúcar leben, ziehen sich in die ruhigen Straßen zurück, und treffen sich in den gleichen Bars mit den Freunden aus den “Barrios”. Natürlich darf dabei ein Glas Manzanilla nicht fehlen. Jedes Viertel hat seinen eigenen Charme und Persönlichkeit, sodass es für jeden etwas zu entdecken gibt.

Für Sherryliebhaber gilt Sanlúcar als Weinmekka. Der erste Anlaufpunkt ist die Taberna der Guerrita. Armando Guerra gilt als Botschafter von Weinen aus Jerez. In seiner Taverne findet man unterschiedlichste Weine aus der Gegend, darunter auch einige Schätze aus längst vergangenen Zeiten. Direkt neben der Taverne befindet sich ein Verkostungsraum, in dem sich jedes Jahr Weinexperten aus Spanien treffen, um die neuesten Sherrys zu verköstigen. Auch in anderen kleinen versteckten Tavernen lassen sich das eine oder andere Mal echte Juwelen der Sherryproduktion finden. Ob Manzanillas, uralte Amontillados oder Moskateles. Man muss sich einfach dem Charme der Stadt hingeben und sich durch das vielfältige Weinangebot der Stadt probieren. Nur dann spürt man die einzigartige Magie dieser Stadt.

Naturlich haben wir uns auch die Zeit genommen einige Bodegas aus Sanlúcar zu besuchen:

Callejuela: Die Bodega ist noch sehr jung und wurde 1980 von den Gebrüdern Blanco gegründet. Die Weinberge verteilen sich auf verschiedene Gebiete der Region: Macharnudo und Aniña en Jerez und Hornillos und Callejuela in Sanlúcar. Die Bodega ansich befindet sich inmitten des Weinberges Callejuela (daher auch der Name). Wir hatten die Ehre bei der Besichtigung einen Einblick in die Kelterverfahren der Bodega zu gewinnnen. Dabei konnten wir die Moste in den verchiedenen Stadien probieren. Alle Weine werden mit dem Solera und Criadera System gekeltert. Im Anschluss der Führung gab es Kostproben des Callejuela Manzanilla fina, ein perfekter Aperitif und des Callejuela Amontillado, der gut zu einem würzigen Stück Käse passt. Es ist immer wieder schön zu sehen, mit welcher Leidenschaft Winzer Ihr Handwerk ausführen.

Colosia: Die Bodega befindet sich im Hafen von Santa Mario direkt an der Flussmündung des Guadalete und wurde bereits 1838 gegründet. Die Luftfeuchtigkeit und Temperatur der Gegend eignen sich perfekt für die Reife mit dem Velo Flor. Zurzeit wird die Bodega von der Familie Guiterrez-Colosia geleitet. Die Architektur und die alten Fässer sind spektakulär und sehr charakteristisch und erinnern an die Zeit Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Bodega noch als reine Lagerstätte fungierte. Bei dem Rundgang hatten wir das Glück die komplette Vielfalt der Weine kennenzulernen. Der Colosía Palo Cortado Solera de la Familia mit mehr als 50 Jahren im Solera und Criadera System gereift und der Colosía Pedro Ximenez Solera de la Familia, mit einer süßen und leicht salzigen Note. Beide Weine sind phänomenal und zusammen mit Juan Carlos Gutiérrez Colosia und seiner Frau Carmen konnten wir einen schönen Tag in der Bodega verbringen.

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