Subskription, eine kleine Geschichte

Wir befinden uns im Juni und die Ernte von 2015 ruht bereits in den Eichenfässern. Jetzt kommt langsam die Zeit, in der die großen Bodegas nach und nach die Weine zur „Subskription“ freigeben.

avanzadasBarricas by Lentschi (CC BY-ND 2.0)

Den Verkauf auf „Subskription“ (auch „en primeur“ genannt) haben als erstes die berühmten Chateaus aus Bordeaux durchgeführt. Die Bodegas legten einen Startpreis fest, der unter dem Verkaufspreis des vorherigen Jahrganges lag. Da sich dieser von Jahr zu Jahr änderte, mussten die Einkäufer und Zulieferer immer spekulieren, ob es sich lohnt größere Mengen auf Subskription zu bestellen, da man nie wusste ob die Jahrgänge als schlecht, mittel, gut oder hervorragend eingestuft werden. Daraus ist ein regelrechtes Spiel entstanden, bei dem auch Banken und Investoren mitspielten.

Als Beispiel: Ein Cheval Blanc 1982 (hervorragender Jahrgang) wurde für 350-450€ pro Kiste (Subskriptionspreis) verkauft. Heutzutage bezahlt man locker das 21-Fache, bis zu 9500€ pro Kiste. Wenn man sich nun aber den Jahrgang 1997 anguckt, in dem die Subskriptionspreise höher waren als in den Jahren davor, dann sieht man, das eine Flasche Haut Brion 150€ in der Subskription gekostet hat. Den gleichen Preis hat man auch 2003 für diesen Wein bezahlt. Für Investoren also ein großer Verlust.

Heutzutage ist die Technik der Weinherstellung so fortgeschritten, dass unterschiedliche Jahrgänge nicht mehr große Qualitätsunterschiede aufweisen. Die Regeln der Angebot und Nachfrage gelten wie auf jeden anderem Markt in unserem kapitalistischen Systemen auch in der Weinbranche. So schwanken die Preise, je nach Verfügbarkeit eines Weines. Einige Bodegas in Spanien sind seit einiger Zeit unter Weinkenner in der ganzen Welt immer gefragter und so steigen die Preise Jahr für Jahr. So hat man auch in Spanien die Subskription eingeführt um die Verfügbarkeit einiger Weine zu beschränken. Die Subskription ist eine gute Möglichkeit, Weine seiner Lieblings-Bodega zu weitaus niedrigeren Preisen zu erwerben; manchmal sogar die einzige Möglichkeit, da viele berühmte Weine gar nicht erst auf den öffentlichen Markt kommen.

Warum erzählen wir Ihnen das alles? Weil bald ist der Moment gekommen, wo Decantalo auch wieder Weine zu Subskription ausschreibt. Das heißt zwar, dass man 1 bis 2 Jahre auf seinen bestellten Wein warten muss, dafür bezahlt man aber oft nur den halben Preis.

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