Die Weinkarte des Noma – bestes Restaurant der Welt 2014

Vor einigen Tagen fanden wir heraus, dass das Restaurant Noma in Dänemark, geführt von Küchenchef René Redzepi, auf dem ersten Platz der besten Restaurants der Welt gelandet ist und somit unser geliebtes Celler de Can Roca verdrängt hat, das sich nun auf dem zweiten Platz der Liste befindet, die vom britischen Gastronomiemagazin “Restaurant” herausgegeben wird.

Diese The World’s 50 Best 2014, die auch als Oskar der Gastronomie angesehen werden, bezeichnen Spanien, mit drei Restaurants in der Top Ten (Can Roca, Mugaritz und Arzak), als das Land mit der meisten Präsenz in der Liste.

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Sei es wie es sei, wir würden gerne die Philosophie dieses Öko-Restaurants genauer unter die Lupe nehmen, das sich bereits als Aushängeschild für die neue nordische Küche etabliert hat und in seinem Konzept eine attraktive Mischung aus Umweltbewusstsein, Reinheit und Diversität vereint.

Und wie sollte es anders sein, als dass wir dies auf Basis seiner Weinkarte vornehmen.

Das erste das bei der Weinkarte des Restaurant Noma auffällt, ist ihre Überschaubarkeit. Nur 740 Weine. Um Ihnen einen Vergleich zu geben: die Weinkarte des Celler de Can Roca, erstellt von Josep Roca, der als bester Somellier der Welt gilt, zählt ganze drei Bände. Ein Buch für Weißwein, eines für Rotwein und eines für Schaumwein.

Kürze und maximale Genauigkeit für sein gastronomisches Konzept. Noma setzt auf natürliche Weine aus biodynamischer Landwirtschaft und vermeidet so manche Produkte die in einigen anderen großartigen Restaurants als ein “Must” angesehen werden. Hier werden nicht einmal Bordeaux Weine angeboten.

Um die spanischen Weine in der Weinkarte des Noma näher betrachten zu können, bewegen wir uns in die Provinz Tarragona, der Heimat von vielen der meistgefeiertsten biodynamischen Weingüter unserers Landes. Dies sind einige der spanischen Weine die in der Karte des Restaurant Noma zu finden sind:

Els Bassots, von der Bodega Escoda-Sanahuja (D.O. Conca de Barberá). Dieser Chenin Blanc mit 4-monatigem Ausbau im Barrique aus französischem Eichenholz wird ohne jegliche Art von zugegebenem Sulfat und auf Basis einer biodynamischen Landwirtschaft, hergestellt. Ein absolut anderer Wein für jene, die noch nicht in die Welt der natürlichen Weine eingeweiht sind. Sehr zu empfehlen.

Pedra de Guix 2011 (D.O. Priorat). Das Weingut Terroir al Límit repräsentiert eines der besten Beispiele für den “neuen Priorat”. Seine Philosophie beinhaltet minimales menschliches Eingreifen und maximalen Respekt vor der Umwelt, auf Basis von biodynamischen Richtlinien.

Torroja Vi de la Vila, auch von Terroir al Límit. Eine traditionelle Cuvée aus Garnacha und Cariñena, die auf treue Art und Weise und mit dem geringst möglichen Eingriff das Konzept des Micro-Terroirs ausdrückt. Ausgeprägte Farbe, sehr deckend. Intensiv und komplex. Mineralisch. Warm und kräftig, jedoch mit einer exzellenten und erfrischenden Säure die das gesamte Ensamble erfrischt. Ein außergewöhnlicher Wein.

Die Geschichte des Noma beginnt mit der Liebe zur Umwelt und endet mit dem Anstoßen bei einem guten Glas Wein.

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